Flughafen Schönefeld : Familienvater pöbelt im Flieger - eine Stunde Verspätung

Der Sieben-Uhr-Flieger von Schönefeld nach Brüssel konnte am Donnerstag nicht pünktlich starten, weil sich ein Fluggast mit Bordpersonal und Bundespolizei anlegte. Der 31-Jährige wollte sich und seine Kinder nicht anschnallen.

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Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Nach Angaben der Bundespolizei wollte der 31-jährige Familienvater mit seiner Frau und den drei Kindern im Alter zwischen einem und sechs Jahren mit dem Morgenflieger nach Brüssel. Der Abflug war für sieben Uhr angesetzt, daraus wurde jedoch nichts: Als eine Stewardess kurz vor dem Start auf die Anschnallpflicht hinwies, wurde sie laut Bundespolizei von dem 31-Jährigen beschimpft. Der bulgarische Staatsbürger weigerte sich trotz wiederholter Aufforderung, seine Kinder und sich selbst anzuschnallen. Auch die Mutter der Kinder weigerte sich, einen Gurt anzulegen.

Der Pilot schloss die Familie deshalb vom Flug aus und forderte sie auf, den Flieger zu verlassen - doch auch dieser Aufforderung kam die Familie nicht nach. Sie weigerte sich, wieder aus dem Flugzeug zu steigen. Also rief ein Mitglied der Kabinencrew die Bundespolizei hinzu.

Die Beamten betraten das Flugzeug und wiederholte die Aufforderung, das Flugzeug zu verlassen. Der 31-Jährige blieb stur und schimpfte weiter. Nach Angaben der Bundespolizei war es nötig, dem Mann körperliche Gewalt anzudrohen, bevor er schließlich einlenkte. Der 31-Jährige wurde in Handschellen gelegt und von den Beamten abgeführt; der Rest der Familie kam freiwillig mit.

Durch den Vorfall verspätete sich der Start des Flugzeuges um rund eine Stunde. Der 31-Jährige erhielt eine Strafanzeige wegen Widerstands. Außerdem wurden gegen seine Ehefrau und ihn Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen der Nichtbefolgung von Aufforderungen des Bordpersonals nach dem Luftsicherheitsgesetz eingeleitet. Pro Kopf könnte hier ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro fällig werden. Nach Abschluss der Polizeimaßnahmen konnte die Familie weiterreisen - sie nahmen den nächsten Flieger nach Brüssel um 11.45 Uhr.

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