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Geräumtes Haus : Elf beschädigte Scheiben in der Liebig 14

Das geräumte Haus an der Liebigstraße 14 in Friedrichshain bleibt weiterhin Ziel von Anschlägen, manchmal auch von kuriosen. Nun sind elf Fenster beschädigt worden, wenn auch nur ein bisschen.

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Seit der Wende gab es das Wohnprojekt an der Liebigstraße 14. Im Frühsommer 2011 geräumt, ist es seither Ziel von größeren und kleineren Anschlägen der Kiez-Guerilla.
Seit der Wende gab es das Wohnprojekt an der Liebigstraße 14. Im Frühsommer 2011 geräumt, ist es seither Ziel von größeren und...Foto: Mike Wolff

Erklären kann sich der Polizeisprecher auch nicht, was es mit der neuerlichen Beschädigung auf sich hat. Elf Fenster an der Liebigstraße 14 wiesen nach der Nacht zu Donnerstag Löcher auf, die im Durchschnitt allerdings nur etwa einen Zentimeter Durchmesser hatten. Angesichts der Geschichte des Gebäudes geht die Polizei von einer politischen Motivation aus, der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Demonstration nach der Räumung von Liebig 14
Am 2. Februar 2011 räumen Polizisten das Hausprojekt "Liebig 14". In den darauffolgenden Tagen und Nächten werden immer wieder Steine und Flaschen auf umliegende Gebäude geworfen - unter anderem eine Sparkassen-Filiale.Weitere Bilder anzeigen
1 von 14dapd
02.02.2011 20:32Am 2. Februar 2011 räumen Polizisten das Hausprojekt "Liebig 14". In den darauffolgenden Tagen und Nächten werden immer wieder...

Ob die Aktion mit der Ankündigung der letzten Tage zusammenfällt, das Haus mit einer neuen Adresse ("Rigaer Straße 96") zu versehen und so die Wohnung darin leichter zu vermieten, ist nicht bekannt. Der Vermieter hatte zu dieser Maßnahme gegriffen, um mit einem politisch unverbrauchten Eingang einen Neuanfang zu wagen, weil die Liebigstraße 14 seit der Räumung nicht zur Ruhe kommt.

Mitte Mai hatten rund 20 Aktivisten die Fassade der Liebig 14 mit Pflastersteinen beworfen. Dabei gingen auch Fenster zu Bruch. Zuvor waren Unbekannte über das Dach in das Haus eingedrungen, hatten Heizungsrohre kaputt getreten. Auch Feuer wurde ein Mal gelegt. Die Polizei hatte das Haus videoüberwacht, musste die Kamera nach einer Enttarnung durch die linke Szene jedoch abbauen.

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