Update

Gewalt am Bahnhof Ostkreuz : Sieben Punks attackieren Fahrgast

Ein 25-Jähriger ist in der Nacht zu Dienstag von sieben Punks am S-Bahnhof Ostkreuz attackiert worden. "Ohne ersichtlichen Grund", hieß es bei der Polizei.

von

Der 25-jährige Berliner war gegen Mitternacht mit der S-Bahn am Bahnhof Ostkreuz angekommen. Als er über den Ausgang Sonntagsstraße den Bahnhof verlassen wollte, sei er "ohne ersichtlichen Grund" von einer Gruppe von sieben Leuten angepöbelt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Aus der Pöbelei wurden schnell Handgreiflichkeiten. Wie das Opfer aussagte, schlugen und traten mindestens drei aus der Gruppe auf ihn ein. Eine Streife der Bundespolizei konnte kurz darauf sechs Männer und eine Frau "aus der Punkszene", wie es hieß, festnehmen. Die Tatverdächtigen sind zwischen 21 und 32 Jahre alt.

Laut Bundespolizei liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass die Tat politisch motiviert war. "Es ist nicht bekannt, dass etwa das Opfer von den Punks als rechtsextrem eingestuft und daraufhin angegriffen worden ist", hieß es.

Nach der Personalienfeststellung durften alle Tatverdächtigen wieder gehen. Lediglich einer der Verdächtigen sei bislang nicht polizeilich bekannt gewesen. Die anderen sechs waren bereits durch "milieutypische Taten" aufgefallen, wie Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Hausfriedensbruch und kleinere Diebstähle, sagte ein Bundespolizei-Sprecher. Vier der Beschuldigten haben derzeit keinen festen Wohnsitz. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Autor

9 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben