Gewerbsmäßiger Bandendiebstahl : Durchsuchungen bei libanesischen Großfamilien

Sie sollen auf dreiste Weise in Supermarktketten gestohlen haben - nun hat die Polizei eine Razzia bei Mitgliedern libanesischer Großfamilien durchgeführt. Gegen drei Verdächtige erging Haftbefehl, denn die Ermittler wurden fündig.

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Stadtweit hat die Polizei am Mittwoch früh mit 250 Beamten und zwei Teams des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Wohnungen von Verdächtigen durchsucht. Das Ergebnis: 14 Beschuldigte wurden ermittelt - allesamt sind laut Staatsanwaltschaft Mitglieder libanesischer Großfamilien. Gegen drei von ihnen erging Haftbefehl wegen gewerbsmäßigen Bandendiebstahls.

In 25 Fällen sollen die Tatverdächtigen bandenmäßig Supermarktketten bestohlen haben. Meist seien die Männer dabei zu viert in den Discounter gegangen. Einer habe sich den Einkaufswagen voll geladen mit teuren Alkoholika, Kaffee und teilweise anderen hochwertigen Waren. Drei Männer hätten das Verkaufspersonal abgelenkt, so dass der Komplize den Einkaufswagen nach draußen schieben konnte. Ein Vierter habe die Beute dann aus dem Einkaufswagen geräumt. In einigen anderen Fällen hätten die Beschuldigten die Lager mit der hochwertige Ware direkt ausgeräumt, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Bei den Durchsuchungen haben die Beamten unter anderem Drogen sowie Kleidung, die die Verdächtigen während der Taten getragen haben sollen, entdeckt.

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