Jugendstraftäter : Körting will geschlossene Heime für Intensivtäter

Innensenator Erhart Körting hat sich für die Unterbringung jugendlicher Straftäter in geschlossenen Heimen ausgesprochen. "Für mich ist entscheidend, dass die Kinder im Ergebnis nicht weglaufen können", betonte er.

Koerting
Berlins Innensenator Erhart Körting (SPD). -Foto: ddp

BerlinBerlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) will junge Intensivtäter in geschlossenen Heimen unterbringen. "Wir brauchen Einrichtungen, aus denen straffällige Kinder nicht weglaufen können", sagte Körting der "Berliner Zeitung". In Brandenburg gebe es solche Objekte ohne Gitter und Zäune, "aber mit mehreren Kilometern märkischem Sand drum herum".

"Für mich ist entscheidend, dass die Kinder im Ergebnis nicht weglaufen können", betonte Körting. Nach seiner Meinung kann man Kinder wie den 13-jährigen Intensivtäter Adnan nur auf einen anderen Weg bringen, wenn man sie "endgültig" aus ihrem familiären Umfeld herausnimmt. "Das Kind darf dann keine Möglichkeit haben, sich pädagogischen Erziehungsmaßnahmen zu entziehen", sagte Körting. Eine Inhaftierung von Kindern lehnte der Senator jedoch als "pädagogisch falsch" ab. (mit ddp)

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