Kriminalität : Riesencoup: Ermittlungsbehörden beschlagnahmen rechtsradikalen Singsang

In Zusammenarbeit mit fünf anderen Bundesländern ist es der Berliner Ermittlungsbehörde gelungen, mehr als 1000 CDs in Deutschland mit eindeutigen Texten zu sichern. Allein in Berlin fand die Polizei 900 volksverhetzende Tonträger.

BerlinPolizeibeamte beschlagnahmten am Mittwoch bei mehreren Durchsuchungen in fünf Bundesländern insgesamt mehr als tausend CDs, Booklets, Geschäftsunterlagen und einen Computer. Die Polizeiaktion ist das Ergebnis umfangreicher, seit November vergangenen Jahres laufender Ermittlungen des Berliner Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft gegen die rechtsextremistischen Gruppen "X.x.X." und "Burn Down". Die Behörden ermitteln wegen Volksverhetzung. Laut Polizeiaussage geht es dabei um Tonträger mit Liedern, deren Texte die Leugnung des nationalsozialistischen Völkermordes zum Inhalt haben.

Auch Brandenburg betroffen

Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte beim Amtsgericht Tiergarten Durchsuchungs-Beschlüsse für Objekte an fünfzehn Orten erwirkt, die in enger Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort ausgeführt wurden. Ziel der Maßnahmen waren Läden und Wohnungen in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. In Berlin durchsuchten die Ermittler drei Objekte in Reinickendorf, Mitte und Pankow. Auch in Brandenburg wurden die Fahnder fündig. In dem Hennigsdorfer Geschäft eines 34-Jährigen beschlagnahmten die Beamten mehr als 900 CDs.

Bei der Durchsuchung der Wohnung eines 33- Jährigen in Potsdam stellten sie außerdem mehrere selbstgebaute Knallkörper sicher. Gegen den Mann wird nun auch wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. (liv)

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