Kriminalität : Weniger Wohnungseinbrüche in Berlin

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gab es weniger Wohnungsdiebstähle als im Vorjahreszeitraum. Rund 3700 Einbrüche zählte die Polizei.

Nach einem starken Anstieg der Zahl der Wohnungsdiebstähle in Berlin im vergangenen Jahr hat die Polizei einen Rückgang dieser Delikte in den ersten sechs Monaten 2010 registriert. Seit Jahresanfang hat die Polizei rund 3700 Wohnraumeinbrüche in Berlin gezählt. Das entspricht einem Rückgang von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Einbrüche in Einfamilienhäusern sind den Angaben zufolge um 563 Fälle gesunken.
Das ist eine Abnahme von 5,2 Prozent. Dagegen stieg die Zahl der Keller- und Dachbodeneinbrüche in der Hauptstadt um 14,6 Prozent auf über 7200 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2009.

Die Zahl der Wohnraumeinbrüche war in Berlin im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Nach Polizeiangaben wurden 2009 fast 8900 Fälle registriert, rund 650 (+7,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Den Gesamtanstieg beim Wohnraumeinbruch führte die Polizei vor allem auf den starken Zuwachs der Zahl von Wohnungseinbrüchen zurück.

Gegenüber 2008 stieg die Zahl dieser Delikte um rund 850 (+12,5 Prozent) auf mehr als 7600 an. Dagegen ging die Zahl der Einbrüche in Villen und Einfamilienhäusern um 200 (-13,8 Prozent) auf rund 1250 zurück. Das sind 14,1 Prozent aller Wohnraumeinbrüche im Jahr 2009.
Laut Polizei wurden insgesamt 795 Tatverdächtige ermittelt, davon 323 Nichtdeutsche (40,6 Prozent). 303 aller Tatverdächtigen waren (38,1 Prozent) unter 21 Jahre alt.

Die Einbrecher drangen nach Polizeiangaben bei Häusern bevorzugt durch Türen an der Rückseite und über Terrassen ein. Entwendet wurden vor allem Bargeld, Schmuck, Mobiltelefone, EC-Karten und leicht transportable technische Geräte. In Wohnungen, besonders in Altbauten, öffneten die Täter oft mit bloßer körperlicher Gewalt oder mit Hilfe einfacher Werkzeuge die Türen. Der Einbruch in Erdgeschosswohnungen erfolgte häufig über Balkone oder angekippte Fenster. Dies belegt laut Polizei, wie wichtig individuelle Sicherungen sind. (dapd)

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