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Nach "Sieg Heil"-Rufen in Berlin-Köpenick : Verdächtiger stellt sich der Polizei

Nach der Veröffentlichung von Fotos durch die Polizei hat sich einer der Tatverdächtigen gestellt. Sein mutmaßlicher Komplize wird hingegen weiter gesucht. Die beiden Männer sollen in einer Straßenbahn Naziparolen gegrölt und Reizgas versprüht haben.

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Dieser Mann wird weiterhin wegen eines Übergriffs in der Straßenbahn 62 in Köpenick gesucht. Sein mutmaßlicher Komplize hat sich hingegen gestellt.
Dieser Mann wird weiterhin wegen eines Übergriffs in der Straßenbahn 62 in Köpenick gesucht. Sein mutmaßlicher Komplize hat sich...Foto: Polizei

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 29-Jährigen aus Berlin, teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit. Er stellte sich laut Polizei "unmittelbar" nach der Einleitung der Öffentlichkeitsfahndung. Der Mann wurde vernommen und durfte hinterher wieder nach Hause gehen. Der zweite Tatverdächtige wird noch gesucht.

Gegen den 29-Jährigen und seinen Komplizen wird wegen gefährlicher Körperverletzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Die Männer hatten am 15. Oktober 2014 in einer Straßenbahn der Linie 62 Fahrgäste bedroht. Als die Männer gegen 22 Uhr am Betriebshof Köpenick ausstiegen, hatten sie einen Passagier mit Reizgas besprüht; dabei hatten sie "Sieg Heil!" gerufen.

Bis zum Dienstag verliefen die Ermittlungen zu den Tätern ohne Erfolg, weshalb die Polizeiam Montag Fotos der Täter aus der Überwachungskamera der Straßenbahn veröffentlichte. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen, Hinweise werden weiter unter der Telefonnummer 4664 – 953 227 angenommen. Auch jede andere Dienststelle der Polizei Hinweise kann kontaktiert werden.

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