Oberkrämer bei Oranienburg : Automatensprenger legen Volksbank in Schutt und Asche

Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag Geldautomaten einer Volksbank in Oberkrämer bei Oranienburg gesprengt und geplündert. Die Explosion war so stark, dass das Bankgebäude teilweise einstürzte.

von
Polizeiabsperrung (Symbolbild).
Polizeiabsperrung (Symbolbild).Foto: Paul Zinken/dpa

Um kurz nach 3 Uhr wurden die Bewohner von Vehlefanz (Ortsteil der Gemeinde Oberkrämer bei Oranienburg, Landkreis Oberhavel) durch eine heftige Explosion aus dem Schlaf gerissen. Gleichzeitig sprang bei einem Sicherheitsunternehmen, dass für den Schutz der örtlichen Volksbank im Lindenweg zuständig ist, der Alarm an. Die Sicherheitsleute riefen die Polizei und fuhren zur Volksbank.

Gasexplosion ließ Haus teilweise einstürzen

Nach Angaben einer Sprecherin der Polizeidirektion Nord Brandenburg trafen Polizei und Sicherheitsleute fast zeitgleich am Tatort ein. Das Gebäude lag in Trümmern, Teile der Decke waren eingestürzt. "Die Explosion war so heftig, dass das Gebäude sehr stark beschädigt wurde und nun einsturzgefährdet ist", sagte die Sprecherin. Laut Polizei hatten die unbekannten Täter wohl ein Gasgemisch zur Explosion gebracht, um die Geldautomaten in der Bank zu sprengen und an die Geldkassetten im Inneren der Automaten zu kommen. Offenbar hatte sie sich dabei bei der Menge vertan. In den Trümmern der Bank wurden mehrere Gasflaschen gefunden.

Täter kamen im Auto mit Berliner Kennzeichen

Geldkassetten erbeuteten die Automatensprenger trotzdem. Als die Polizei am Tatort eintraf, waren zwei Männer gerade damit beschäftigt, ihre Beute in einen dunkles Auto mit Berliner Kennzeichen zu laden. "Als sie die Polizisten bemerkten, sprangen die Männer in großer Eile in den Wagen und verließen den Tatort fluchtartig", so die Polizeisprecherin. Der dunkle Wagen brauste in Richtung Autobahn davon; die Polizisten nahmen kurz die Verfolgung auf, mussten die Hatz aber bald abbrechen. "Sie haben die Verdächtigen aus den Augen verloren, weil der Wagen mit sehr hoher Geschwindigkeit davonfuhr", so die Sprecherin.

Teile der Beute lagen vor der Bank

Zurück am Tatort, entdeckten die Beamten mehrere Geldkassetten vor der Bank. Die Täter waren so überstürzt aufgebrochen, dass sie Teile der Beute verloren hatten. "Entweder haben sie die Kassetten fallengelassen oder sie sind bei der Flucht aus dem Auto gefallen. Wir gehen aber davon aus, dass sie weitere Geldkassetten erbeutet haben. Wir können aber noch nicht sagen, wie viele es waren und wie hoch die Beute war", so die Sprecherin.

An der Volksbank entstand nach Angaben der Sprecherin sehr hoher Sachschaden. Am Donnerstagmittag besahen sich Baustatiker das Gebäude, um die Schäden zu begutachten. Aller Voraussicht nach muss die Ruine nun zuerst abgestützt werden, bevor die Kriminaltechniker innerhalb der Bank mit der Spurensicherung beginnen können. Menschen kamen nach Angaben der Polizei nicht zu Schaden.

Autor

8 Kommentare

Neuester Kommentar