Päckchen-Diebe : Warenkreditbetrüger von der Polizei gefasst

Sie fälschten ihre Identität und holten sich bei Hausbewohnern angeblich an sie adressierte Päckchen ab: Nun wurden mehrere Warenkreditbetrüger gestern Mittag in Moabit und am Abend in Waidmannslust gestellt.

Aufmerksame Mieter hielten gegen 19 Uhr 20 drei mutmaßliche Warenkreditbetrüger in der Titiseestraße fest. Wie die Polizei mitteilte, waren ihnen im Lauf des Tages drei junge Männer aufgefallen, die an einem Klingeltableau und an Briefkästen verschiedene Namensschilder aufklebten. Am Nachmittag gaben sie sich dann als diese Personen aus und holten sich bei Hausbewohnern die angeblich an sie adressierten Päckchen ab. Daraufhin alarmierte Polizisten nahmen die 16, 17 und 19 Jahre alten Tatverdächtigen in einem Bus der Linie 122 fest. Zeugen hatten die drei mit den Paketen in den Bus steigen sehen. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen wurden bei dem 17-Jährigen weitere Beweismittel aufgefunden. Alle drei wurden nach der Identitätsfeststellung wieder entlassen.

Ein Paketbote lieferte gegen 13 Uhr 15 mehrere Pakete in die Emdener Straße. Er wurde dort in einem Wohnhaus an einer Tür von einer Frau empfangen, die die sechs Pakete in Empfang nahm. Da der 31-Jährige bereits am Vortag mehrere Sendungen dort an den gleichen Namen geliefert hatte, ließ er sich den Ausweis der entgegennehmenden Frau zeigen. Im Anschluss daran verließ er das Haus und alarmierte die Polizei, da der Name der Frau an der Tür nicht mit dem Namen der Bestellerin übereinstimmte.

Der Bote ging dann zurück in das Haus und ihm kamen die „Empfängerin“ und eine weitere Frau im Hof mit vollgepackten Taschen entgegen. Die beiden 39 und 34 Jahre alten Frauen liefen den alarmierten Polizisten im Hauseingang direkt in die Arme. Erste Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der Wohnungstür, an der ein Namensschild angebracht war, nur um eine Zwischentür zu einem Flur handelte.

Die mitgeführte Ware in den Taschen wurde beschlagnahmt und die beiden Frauen wurden zur Identitätsüberprüfung eingeliefert. Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung wurden bei der 39-Jährigen noch weitere Beweismittel aufgefunden, die ebenfalls beschlagnahmt wurden. Nach den erfolgten Maßnahmen wurden beide Frauen wieder entlassen. (Tsp)

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