Prozess : Mordversuch: 73-Jähriger gesteht

Er wollte seinen Nachbarn angeblich "nur erschrecken", als er dessen Wohnung in Brand steckte. Das Opfer konnte sich durch einen Sprung aus dem Fenster retten.

Weil er sich durch ständiges nächtliches Klopfen gestört fühlte, schlich ein 73-jähriger Rentner aus Schöneberg im Februar dieses Jahres in den Morgenstunden mit Benzin zur Wohnung seines Nachbarn und legte Feuer. Im Prozess wegen Mordversuchs sagte er am Montag: „Ich wollte den Mann aber nicht töten, sondern nur erschrecken.“

Bei dem Anschlag vor vier Monaten in der Ebersstraße konnte sich das 52-jährige Opfer durch einen Sprung aus dem dritten Stock in ein Sprungkissen retten. Der Mann kam mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der Angeklagte hatte zuvor die Wohnungstür von außen mit einer Kette verschlossen, die untere Türfüllung herausgetreten, Benzin in den Flur geschüttet und angezündet. Anschließend floh der Täter auf das Dach des Hauses. Der Prozess gegen den 73-Jährigen wird am Mittwoch fortgesetzt. K. G.

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