Schleuserkriminalität in Berlin : Fälscherwerkstatt ausgehoben

In Berlin hat die Polizei eine Fälscherwerkstatt von Schleusern ausgehoben. Bei Durchsuchungen am Dienstag wurden mehr als 450 gefälschte Personalpapiere gefunden.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Bereits am Dienstag durchsuchten Beamte der Bundespolizei und des LKA Berlin im Zusammenhang von Ermittlungen zur Schleuserkriminalität insgesamt 13 Objekte in Moabit, Kreuzberg, Charlottenburg, Nikolassee, Schöneberg, Reinickendorf, Friedenau und Wilmersdorf sowie in Mannheim. Seit April ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin, auch mit Telefonüberwachungen und Observationen, gegen zwölf Männer wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Urkundenfälschung und des Einschleusens von Personen aus dem Ausland.

Zusammenhang mit Reihe von Einbrüchen

In der Wohnung eines 46-jährigen Mannes aus Guinea, der verdächtigt wird, gefälschte Personalpapiere herzustellen, beschlagnahmten die Beamten neben technischer Ausstattung auch zahlreiche augenscheinlich ver- und gefälschte Dokumente. Dazu gehörten 450 Identitätskarten und Führerscheine aus 14 EU-Staaten. Der Beschuldigte wurde am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt, um einen Haftbefehl zu erlassen.

Bei einem 36-jährigen Mann aus Deutschland, der als Vermittler fungiert haben soll, fanden die Beamten einen verfälschten, vorläufigen deutschen Personalausweis – er stammt aus einem Einbruchsdiebstahl in Berlin vom vergangenen Januar. Schließlich stellten die Ermittler bei einem 42 Jahre alten Mann aus Mazedonien elf Blanko-Aufenthaltstitel sicher. Diese stammen aus vier verschiedenen Einbruchdiebstählen bei Berliner Behörden aus den Jahren 2001, 2009 und 2014. Zuvor hatten sie die Ehefrau des Beschuldigten daran gehindert, die Beweismittel in der Toilette hinunterzuspülen. Tsp

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