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Tod im Wasser : Demenzkranke Frau im Kanal ertrunken

Eine 80-jährige demenzkranke Frau hat in der Nacht zu Mittwoch ihre Wohnung in Rahnsdorf verlassen - dann brach sie in das Eis eines nahe gelegenen Kanals ein und ertrank.

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Offenbar mitten in der Nacht war die demenzkranke 80-Jährige zu einem Spaziergang aufgebrochen. Sie verließ ihre Wohnung an der Fürstenwalder Allee in der Wohnsiedlung "Neu Venedig" in Rahnsdorf und ging auf die gefrorene Oberfläche eines ganz in der Nähe liegenden Kanals. Dort brach sie dann offenbar in das Eis ein.

Als ihre 37-jährige Enkelin und deren Ehemann am Mittwoch früh um kurz vor sechs Uhr wach waren, bemerkten sie, dass in der Wohnung der Großmutter die Eingangstür sowie einige Fenster offen standen. Die Rentnerin lebt im selben Haus wie die Familie - allerdings in einer eigenen Wohnung.

Sofort suchten die Enkelin und ihr Mann die Umgebung nach der alten Frau ab. Gegen 6.25 Uhr fanden sie die 80-Jährige im Gewässer nahe dem Kuckuckssteig und wählten den Notruf. Die Rettungskräfte rückten mit Schlauchbooten, Tauchern und einem Notarztwagen an. Nach der Bergung der Frau konnten die Einsatzkräfte nur noch deren Tod feststellen. Wie ein Ermittler sagte, haben die Angehörigen ausgesagt, die Frau zuletzt am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr gesehen zu haben, als sie ihre Medikamente bekommen habe. Warum die Türen und Fenster der demenzkranken Frau nachts nicht verschlossen waren, blieb gestern unklar.

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