Überfall auf Geldtransport am Tauentzien : Keine heiße Spur nach dreistem Raub

Auch zwei Tage nach dem Überfall auf einen Geldtransporter in der Tauentzienstraße hat die Polizei keine heiße Spur zu den drei Tätern. Doch nun gibt es Informationen zu der Frage, wie viel Geld die Unbekannten erbeuteten.

Tatort Taunetzienstraße. Polizisten stehen am 30.12.2013 vor dem überfallenen Geldtransporter.
Tatort Taunetzienstraße. Polizisten stehen am 30.12.2013 vor dem überfallenen Geldtransporter.Foto: dpa

Zwei teilweise maskierte Männer hatten am 30. Dezember kurz nach 18 Uhr vor dem Modekaufhaus Peek & Cloppenburg einen Angestellten des Sicherheitsdienstes abgepasst und mit Schusswaffen bedroht. Der Mann übergab einen Geldbehälter, in dem sich eine große Menge Bargeld befand – dem Vernehmen nach mehr als 100000 Euro. Medienberichte, nach denen die Räuber nur einen Beutel mit Kleingeld erbeuteten, seien „absoluter Humbug“, hieß es bei der Polizei. Auch bei früheren ähnlichen Überfällen lag die Beute im hohen fünf- oder sechsstelligen Bereich.

Mit dem Geld waren die Täter in Richtung Passauer Straße gerannt, hier stiegen sie in einen Alfa Romeo ein, in dem ein dritter Täter als Fahrer wartete. Bei der Flucht rammten sie ein weiteres Auto. Der im November in Berlin gestohlene Alfa Romeo wurde wenig später brennend in der Schöneberger Wexstraße entdeckt und sichergestellt. Die Polizei hat mehr als 20 Hinweise bekommen, teilweise haben Berliner und Touristen Videomaterial zur Verfügung gestellt. Eine Beschreibung der Täter gibt es noch nicht.

Dort, wo die Männer den Fluchtwagen bestiegen, hatte sich 1999 ein noch dreisterer Überfall ereignet. Zwei Männer hatten mittags zwei Geldboten im Personaltreppenhaus des KaDeWe abgepasst, entwaffnet und an ein Geländer gekettet. Mit 750000 Mark flohen die Räuber per Taxi. Sie wurden zwei Wochen später festgenommen, den Tipp zu dem Coup hatten sie von einem Mitarbeiter des Kurierunternehmens bekommen. Die Täter, Brüder, wie sich zeigte, wurden zu fünf und sieben Jahren verurteilt. Bei drei anderen Überfällen waren 2006 und 2007 drei Geldboten erschossen worden.

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