Wedding : Juwelenraub: Polizei fahndet nach Mittätern

Nach dem Überfall auf einen Juwelierladen in Wedding fahndet die Polizei nach einem dritten und einem möglichen vierten Täter. Die beiden gefassten mutmaßlichen Räuber sollen einem Rocker-Club angehören.

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Einer der mutmaßlichen Räuber wird nach dem Überfall abgeführt.Alle Bilder anzeigen
Foto: dapd
13.01.2011 15:38Einer der mutmaßlichen Räuber wird nach dem Überfall abgeführt.

Nach dem Überfall auf einen Juwelierladen in Wedding fahndet die Polizei weiterhin nach einem dritten Täter sowie möglicherweise einem vierten Beteiligten, der als Fahrer des Fluchtfahrzeugs fungiert haben soll. Ob die Beute bereits gefunden worden ist, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Die beiden mutmaßlichen Räuber, die bereits kurz nach der Tat gefasst worden waren, sind der Polizei als Intensivtäter bekannt. Zudem sollen sie einem Rocker-Club angehören. In weiteren Ermittlungen wird geklärt, ob noch am Freitag Haftbefehle gegen sie erlassen werden.

Marcel K. (24), war auf der Flucht vor den Beamten von einem Polizisten ins Bein geschossen und verletzt worden. Es besteht keine Lebensgefahr. Nach einer Operation befindet er sich weiterhin im Krankenhaus. Seine polizeiliche Akte ist recht dick: Mehrfache Raubtaten, Einbrüche, schwerer Diebstahl sowie gefährliche Körperverletzung sind dort aufgeführt. Ähnlich sieht es bei seinem ebenso festgenommene mutmaßlichen Komplizen Ahmad A. (21) aus: Seine Ermittlungsverfahren reichen von Drogenhandel, über Bandendiebstahl, schweren Diebstahl und Verkehrsdelikten hin bis zu Körperverletzungen. Beide Männer sollen laut eines Ermittlers zum Umfeld der Rockerbande „Hell’s Angels MC Berlin City“ gehören.

Deshalb durchsuchten rund 150 Beamte, darunter auch Polizisten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) am Donnerstagabend das Clubhaus in der Reinickendorfer Residenzstraße nach Beweismitteln. Mehrere auf Rockerkriminalität spezialisierte Ermittler nahmen sich zudem die Wohnungen der beiden Festgenommenen vor und fanden dort „umfangreiche Beweismittel“, hieß es bei der Polizei. Genaueres wurde nicht genannt.

Wie berichtet, hatte ein Räubertrio am Donnerstagvormittag einen Juwelierladen in der Müllerstraße überfallen. Sie waren zunächst in einem Fluchtwagen entkommen, wurden aber kurze Zeit später von einer Zivilstreife entdeckt. Nach kurzer Verfolgung zu Fuß konnten die gesuchten Männer eingeholt werden. Einer der Polizisten soll die Tatverdächtigen aufgefordert haben, stehen zu bleiben. Als sie weiterhin versuchten zu flüchten, schoss er einem von ihnen, Marcel K., ins Bein. Sein mutmaßlicher Komplize Ahmad A. wurde kurz darauf neben einem Waggon auf einem Brachgelände an der Swinemünder Straße entdeckt und überwältigt.

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