Wedding : Unbekannter erschießt Dönerbuden-Besitzer

Nachdem in der Nacht zu Dienstag in Wedding der Besitzer eines Döner-Imbisses ermordet wurde, bittet die Polizei die Bevölkerung um Hinweise. Ein Zusammenhang mit einer Mordserie, die in den vergangenen Jahren in mehreren deutschen Städten für Aufsehen gesorgt hat, besteht laut Polizei nicht.

Berlin Ein 45-jähriger Mann ist in der Nacht zum Dienstag in seinem Döner-Imbiss in Wedding erschossen worden. Nach Angaben der Polizei hatte der unbekannte Täter das Lokal an der Kreuzung Müller-/Schöningstraße gegen 2.45 Uhr betreten und gezielt mehrere Schüsse auf den türkischen Besitzer abgegeben. Das Opfer wurde tödlich getroffen. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem Täter.

Polizeisprecher Bernhard Schodrowski sagte, sofort nach der Tat seien umfangreiche Ermittlungen eingeleitet worden. Unter anderem hätten Beamte Spuren gesichert sowie die Familie des Opfers und Augenzeugen befragt. Rückschlüsse auf die Identität des Täters sowie das Motiv gebe es nicht.

Nach den Worten des Sprechers versuchten die anwesenden Gäste des Imbisses, dem Verletzten zu helfen. Auch der alarmierte Notarzt konnte den Mann nicht mehr retten. Der 45-Jährige starb noch am Tatort. Der Täter flüchtete unerkannt. Geraubt wurde laut Polizei nichts. Alle Gäste blieben unverletzt.

Kein Zusammenhang mit der Mordserie des "Dönner-Killers"

Die Polizei schließt einen Zusammenhang mit einer Mordserie aus, bei der in den vergangenen Jahren acht Türken und ein türkisch aussehender Grieche erschossen wurden. Hierfür lägen keine Hinweise vor, betonte Schodrowski. Die Mordserie begann im September 2000 in Nürnberg. Damals wurde ein Blumenhändler in seinem Kleintransporter gezielt getötet. Zwei weitere Male trat der sogenannte Döner-Killer in der fränkischen Großstadt in Erscheinung. Weitere Taten verübte er in Hamburg, München, Rostock, Dortmund und Kassel. Überall fanden die Kriminaltechniker Spuren derselben Waffe: einer tschechischen Ceska-Pistole vom Kaliber 7,65.

Schodrowski sagte, die Polizei sei nach den Schüssen auf den Imbissbesitzer dringend auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Wer etwas Verdächtiges bemerkt habe, solle sich melden. Die Ermittlungen hat die 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt (LKA) in der Keithstraße 30 in Tiergarten übernommen. (stb/ddp)

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