Polizei & Justiz : Zwei Kinder beinahe ertrunken Retter bargen sie aus dem Tegeler See

An einer Badestelle am Tegeler See sind am Wochenende zwei Kinder beinahe ertrunken. Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Sonntag mitteilte, musste ein sieben Jahre altes Mädchen am Sonnabend gerettet werden. Es hatte den Angaben zufolge an der Badestelle Reiswerder gespielt, geriet dabei in das tiefere Wasser und ging unter. Das Mädchen war nicht ansprechbar und musste nach der Notarztversorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Am Sonntag geriet ein achtjähriger Junge an der selben Badestelle unter Wasser, sagte ein DLRG-Sprecher weiter. Der Junge war aber nicht so lange unter Wasser wie das Mädchen und wurde auf Wunsch seiner Mutter nicht in ein Krankenhaus zur weiteren Beobachtung gebracht. Beide Kinder sind aber außer Lebensgefahr, hieß es weiter.

Nach Angaben des Sprechers ist die Badestelle für Kinder gefährlich, weil sie direkt an einen Fähranleger grenzt. Dort falle das Wasser relativ steil in mehrere Meter Tiefe ab. Die Gefahrenstelle sei zwar durch Schilder eindeutig gekennzeichnet, „beim Spielen können Kinder aber ohne weiteres in das tiefere Wasser gelangen und dabei schnell beim Planschen den Boden unter den Füßen verlieren.“ Beide Kinder wurden von den diensthabenden Rettungsschwimmern der DLRG an der Badestelle entdeckt und an Land gebracht.

Die Rettungsgesellschaft teilte mit, dass beinahe ertrunkene Personen immer in ein Krankenhaus gebracht werden sollten. Es bestehe bei ihnen die Gefahr des so genannten sekundären Ertrinkens. Die Lunge könne sich bis zu 24 Stunden nach dem Unfall mit Flüssigkeit füllen. So bestehe für die Kinder zwar keine akute Gefahr, Komplikationen könnten aber nicht ausgeschlossen werden.

Insgesamt zählten die Rettungsschwimmer am vergangenen Wochenende an ihren 27 Posten in Berlins insgesamt 130 Einsätze. ddp/oew

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