Schule : Ärger an der Hünefeld-Schule

Viele Eltern sind besorgt: Denn an der Freiherr-von-Hünefeld-Grundschule in Steglitz-Zehlendorf sind in den vergangenen Wochen mehrere Lehrer erkrankt. Deren Stunden seien zum Teil von fachfremden Lehrern gehalten worden. „Das ist bei uns im Moment akut“, bestätigte die GEV-Sprecherin Britta Wiekhorst dem Tagesspiegel. „Eine Englischlehrerin ist seit rund vier Wochen krank.“ Von chaotischen Zuständen möchte sie allerdings nicht sprechen: „Für mich ist das der normale Berliner Wahnsinn.“ Was nicht heißen solle, dass das gut sei.

Anfangs sei die erkrankte Pädagogin von einer anderen Lehrerin ersetzt worden, die nun jedoch ebenfalls krank sei. „Wir wünschen uns einen regelmäßigen Unterricht“, sagt Wiekhorst. Zumal es gerade für die betroffenen Fünftklässler wichtig sei, mit guten Kenntnissen auf die Oberschule zu gehen.

Ein Vater, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, kritisiert auch die Direktorin Jutta Perkons. „Frau Perkons steht kurz vor der Rente und ist in Schuldingen nicht mehr besonders engagiert.“ Die bereits seit Wochen erkrankte Englischlehrerin hätte vor Jahren auch seinen Sohn unterrichtet – und sei damals krankheitsbedingt ebenfalls lange ausgefallen. „Mein Sohn hatte an der Oberschule dann große Schwierigkeiten, dem Englischunterricht zu folgen.“

Eine andere Mutter berichtet von einer erkrankten Lehrerin in einer JÜL-Klasse. „Die Lehrerin ist seit mehreren Wochen krank. Wann sie zurückkommt, ist noch nicht abzusehen.“ In der Zwischenzeit müsse die Mathe- und Deutschlehrerin der 17 Zweitklässler auch die sieben Erstklässler unterrichten.

Die Schulleitung war bis Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Senatsbildungsverwaltung erklärte auf Anfrage, es lägen keine Elternbeschwerden vor. An der Schule sollen PKB-Kräfte eingesetzt werden. rni

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