Schule : Benzin-Direkteinspritzung

Neuer Ford-Motor zwischen sechs und acht Prozent sparsamer

Horst Heilbronner

Smart Charge Injection oder kurz SCi – so nennt Ford seine gemeinsam mit Bosch neu entwickelte Benzin-Direkteinspritzung, die erstmals im 1,8-l-Duratec SCi verwirklicht wird, dessen Produktion in der zweiten Jahreshälfte beginnen soll. Mit dieser Technik will Ford im realen Fahrbetrieb bei verbesserter Laufkultur und erhöhtem Leistungspotenzial den Verbrauch zwischen sechs und acht Prozent senken.

Möglich wird das durch die Ausdehnung des besonders kraftstoffsparenden Magerbetriebs auf rund 50 Prozent des Last- und 60 Prozent des Drehzahlspektrums. Dafür wurde das Triebwerk so gezielt auf den Alltagsbetrieb abgestimmt, dass die Leistung auch im Magerbetrieb für zügiges Gleiten und moderates Beschleunigen ausreicht. Ford will damit erreichen, dass dieses Triebwerk im Alltagsbetrieb ein hohes Sparpotenzial entfaltet und die Erwartungen der Kunden nicht enttäuscht, wie es derzeit einige bereits bei anderen Herstellern eingesetzte Benzin-Direkteinspritzer tun.

Der voll aus Aluminium gefertigte neue Benzin-Direkteinspritzer leistet im Unterschied zur bisher eingesetzten 92 kW (125 PS) starken Variante mit Saugrohreinspritzung 96 kW (130 PS). Zu seinen besonderen technischen Merkmalen gehören neben der Einspritzung des Kraftstoffs direkt in die Brennräume, wodurch die hohen Drosselverluste vor allem im Teillastbereich vermieden werden, unter anderem kontinuierlich verstellbare Ladungsbewegungsklappen im Ansaugmodul und asymmetrisch konturierte Kolbenböden. Das ermöglicht es, im Magerbetrieb durch gezielten Drall in unmittelbarer Nähe der Zündkerze eine kleine zündfähige Gemischmenge zu konzentrieren, während die Randzonen des Brennraums mit nicht zündfähigem Restgas oder reiner Luft gefüllt sind. Das wiederum ermöglicht eine besonders effiziente Verbrennung mit geringen Wärmeverlusten.

Das Einspritzsystem des neuen Benzin-Direkteinspritzers arbeitet mit Einspritzdrücken von bis zu 120 bar. Abgasseitig erfüllt der neue Direkteinspritzer die Werte der Norm EU4. Dabei setzt er auf zwei Dreiwege-Katalysatoren und einen zusätzlichen Nox-Speicherkatalysator, der einwandfreie Emissionswerte im Magerbetrieb sicherstellt. Premiere wird der neue Benzin-Direkteinspritzer in der neuen Generation des Ford Mondeo haben.

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