Beratung und Protest : NACHRICHTEN

Pankow will an Sonderschulen Therapeutenstellen sparen. Jetzt protestieren die Eltern.

Internatsberatung am Sonntag

Die Euro-Internatsberatung informiert am Sonntag Eltern, die ihre Kinder in Großbritannien, der Schweiz, den USA oder Australien auf ein Internat schicken wollen. Von 11 bis 16 Uhr stehen Mitarbeiter der Internatsberatung sowie Vertreter der Internatsschulen für individuelle und kostenlose Beratungsgespräche im Bristol Hotel Kempinski am Kurfürstendamm zur Verfügung. Auch, wer sich für eine Ausbildung an einer internationalen Hotelmanagement-Schule interessiert, kann sich am Sonntag informieren. Feste Termine können vorab unter 030/ 310 16 310 vereinbart werden, um Wartezeiten zu vermeiden. as

Senioren als Mediatoren gesucht

Der Verein Seniorpartner in School e. V. (SiS) sucht in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung für die kostenlose Ausbildung zum ehrenamtlichen Schulmediator Senioren ab 55 Jahren. Auf die theoretische Ausbildung von 80 Stunden folgt der Einsatz an den Berliner Schulen mit Supervision. Ziel der Arbeit ist es, Schülern dabei zu helfen, Konflikte gewaltfrei zu lösen und soziale Kompetenzen zu erwerben. Mittlerweile gibt es in Berlin 190 Seniorpartner als Schulmediatoren an über 40 Schulen. Mehr Infos erhalten Sie im SiS-Büro unter 627 280 48 täglich von 10–15 Uhr oder im Internet www.seniorpartnerinschool.de. Tsp

Pankow will bei Therapeuten sparen

Der Bezirk Pankow plant, seine Therapeutenstellen an Sonderschulen komplett zu streichen. Betroffen sind zehn Physiotherapeuten und eine Logopädin an drei Schulen: der Helene-Haeusler-Schule und der Panke-Schule für geistig Behinderte sowie der Marianne-Buggenhagen-Schule für Körperbehinderte. Sie müsse zum kommenden Jahr 1,5 Millionen Euro – umgerechnet 43 Stellen – einsparen, sagt Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD). Da die Therapien keine gesetzliche Pflichtaufgabe seien, stünden sie zwangsläufig zur Disposition. „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem die Bürger Einsparungen unvermeidlicherweise spüren“, so die Stadträtin. Über die Pläne werde allerdings erst im September die BVV entscheiden. „Wir empfinden die vorgeschlagene Streichung als eine Bankrotterklärung der Politik“, schreiben Elternvertreter in einer Protestresolution, die auch von Elternvertretern von Sonderschulen aus Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf unterzeichnet wurde. Sie treibe die Sorge um, dass das Pankower Beispiel Schule machen könnte, sagt Severin Höhmann, Elternsprecher an der Helene- Haeusler-Schule. Individuelle Therapien auf Rezept seien eine unzureichende Alternative, weil viele Eltern nicht in der Lage seien, ihre Kinder nach einem langen Schultag in die Praxen zu bringen, heißt es. wek

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