Schule : Darum geht’s im „zweiten Leben“

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DIE WELT

Second Life (www.secondlife.com) ist eine Internet-Welt,die von ihren Bewohnern weiter gebaut wird und in der fast fast alles geht, was man im richtigen Leben auch tun kann: Leute kennen lernen, spielen, handeln oder Dienstleistungen anbieten. Das tut man mit einem Avatar – einer Figur, die sich per Computer steuern lässt. Entwickelt wurde Second Life von dem kalifornischen Unternehmen Linden Lab, rund fünf Millionen Menschen haben derzeit Zugang. An normalen Tagen sind 20 000 bis 30 000 von ihnen online.

DER REIZ

Als Währung dient in Second Life der Linden-Dollar – und der lässt sich in echtes Geld umtauschen. Wer also in Second Life Geschäfte macht, etwa mit Grundstücken oder als Designer von Accessoires für Avatare, für den kann das Spiel auch wirtschaftlich interessant sein. Immer mehr Markenartikler, Autohersteller, Agenturen und Medien kaufen deshalb virtuelles Land und eröffnen darauf Präsenzen, in der Hoffnung dort irgendwann Geld zu verdienen oder um zumindest ihre Waren ins Schaufenster zu stellen.

DIE BEDENKEN

Kritiker sehen in Second Life eine gnadenlos durchkommerzialisierte Welt, in der jeder mit jedem Geschäfte machen will. Auch an der wirtschaftlichen Basis werden die Zweifel immer lauter. Die Rede ist vom Schneeballsystem, das einstürzen könnte, sobald nicht mehr genug frisches Geld hineinströmt.kko

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