Schule : Gut 80 Patente in Signum, Meriva und Vectra Caravan

Opel ist ein Spezialist für flexible Innenraumsysteme und hat fast jede Technik für sich geschützt

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Innovativ – dieses Wort geht leicht über die Lippen. Aber ob ein neues Auto wirklich innovativ ist und dieser Begriff nicht nur ein Marketingtrick, das zeigt sich erst, wenn man sich genauer mit seiner Struktur und Technik befasst, einmal einen Blick in die Patentschriften wirft, mit denen die angeblich wegweisenden neuen Entwicklungen abgesichert sind. Oft erlebt man dann angenehme Überraschungen. So stecken zum Beispiel allein in den drei Neuentwicklungen Signum, Vectra Caravan und Meriva von Opel mehr als 80 pfiffige Patente. Und viele davon beziehen sich natürlich auf die von Opel in den letzten Jahren entwickelten raffinierten Techniken zur Variation der Innenräume und insbesondere der Sitze im Fond. Denn inzwischen ist so gut wie jedes dafür denkbare technische Prinzip von Opel patentiert, gehört das Unternehmen zu den absoluten Spezialisten, wenn es um flexible Innenräume geht.

Pate für viele dieser Neuentwicklungen stand das Flex7-Sitzsystem des Opel Zafira, das bereits 1997 zum Patent angemeldet wurde. Schon ein Jahr später konnte die intelligente Lösung für den Opel Signum patentiert werden. Hier lässt sich die Lehne des Rücksitzes flach auf die Sitzfläche klappen. Gleichzeitig senkt sich der gesamte Sitz und es entsteht eine ebene Ladefläche. Der besondere Clou dieses Systems ist, dass es sich mit einer Hand bedienen lässt.

Einen ähnlich absenkbaren Sitz gibt es auch im Opel Meriva. Dessen Sitzsystem erlaubt im Handumdrehen und ohne Sitzausbau das Umwandeln des Fünfsitzers in einen Vier-, Drei- oder Zweisitzer. Aus der dreisitzigen Rückbank lassen sich mit wenigen Handgriffen zwei bequeme Einzelsitze mit Armlehne machen. Und völlig neue Nutzungsmöglichkeiten des Kofferraums erlaubt beim Vectra Caravan das ebenfalls patentierte so genannte FlexOrganizer-System. Es erlaubt ein variables, übersichtliches und sicheres Verstauen von Transportgut ganz nach Bedarf.

Nicht weniger innovativ sind zahlreiche Opel-Lösungen für Dachträger-Systeme. Aktuellstes Beispiel ist die Dachreling des Signum, deren Profil auf dem Dach aufliegt und nicht mehr mit Stützfüßen an der Karosserie befestigt ist – ein elegantes und auch kraftstoffsparendes System, das sich bei Crash-Tests hervorragend bewährt hat und die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen bei weitem übertrifft.

Aber es gibt auch Opel-Patente in ganz anderen Bereichen. Zum Beispiel für eine 1994 eingeführte neuartige Hinterachse, bei der sich die Federcharakteristik durch Verdrehen des Querlenkerkopfes problemlos verändern lässt – eine Technik, die über einen Lizenznehmer auch von vielen Konkurrenten genutzt wird.

Und ein weites Beispiel für Innovationen ist Opels im März des Jahres zum Patent angemeldete Steuerungssoftware für die beiden direkt einspritzenden Diesel 2.0 und 2.2 DTI Ecotec. Denn diese Software ermöglicht für beide Motoren ein breites Leistungsplateau statt einer Leistungsspitze. Und das bedeutet eine neue Dimension der Dynamik für Dieselmotoren, für die sich bei erhöhter Leistung und Elastizität der Fahrspaß spürbar erhöht. ivd

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