Kurz vor ACHT : Wilde Woche mit Boris

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Kaum zu glauben – die Herbstferien sind erst eine Woche vorbei und schon hat man das Gefühl, es habe nie Ferien gegeben. Erstens sind die Kinder nervig wie immer, zweitens ist in Berlin wieder viel los: Während Bildungssenator Jürgen Zöllner über seinem ultimativen Qualitätspaket brütet und dabei seine halbe Verwaltung auf Trab und die Schulen und Kitas in Atem hält, ist auch sonst manches im Fluss. So soll in den nächsten Tagen etwa feststehen, wie es weitergeht mit dem Expressabitur für Hochbegabte – eine Frage, die ein paar tausend Gymnasiasten und dazu noch deren Eltern und Lehrer höchst interessant finden. Außerdem beraten Berlins Musiklehrer am Mittwoch und Donnerstag, wie sich die drastische Kürzung ihrer Unterrichtsstunden im Schulalltag auswirkt.

Und ganz abgesehen davon, dass viele Berliner Schulen auch nach den Herbstferien noch Baustellen sind, gibt es seit Freitag noch eine ganz besondere neue Baustelle, die weder von der EU noch vom Land Berlin bezahlt wird, sondern von Constantin Entertainment im Auftrag von Sat1: Der Fernsehsender will Quote machen mit der Sanierung von Deutschlands maroden Schulen – und Boris Becker steht Pate. Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Pilotschule für die Serie in Friedrichshain-Kreuzberg liegt, wo sich grüne oder zumindest grün angehauchte Stadträtinnen nicht so gern selbst ein Bild vom Zustand ihrer Schulen machen. Künftig also müssen sie nur noch den Ex-Tennisprofi fragen, wenn sie wissen wollen, wie es um die Bausubstanz ihrer Schulen bestellt ist.

Susanne Vieth-Entus

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