Schule : Mehr Kraft unter der Haube

Jaguar XK mit neuen Motoren und Sechsgang-Automatik

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Jaguar XK8 – die Linie des 1996 vorgestellten Luxussportwagens gehört zu den gelungensten Würfen der britischen Edelmarke. So überrascht es nicht, dass sie so gut wie unangetastst blieb, als man für das neue Modelljahr sowohl beim Supersportwagen XK8 als auch den 1998 herausgebrachten Kompressor-Versionen XKR zahlreiche zum Teil tiefgreifende technische Änderungen vornahm – von leistungsstärkeren Motoren über neue Getriebe bis zu neuen elektronischen Assistenzsystemen. Denn bis auf neue Modellembleme und neu gezeichnete Räder sowie neue Akzente bei der Frontansicht durch die nun für alle Varianten verfügbaren Xenon-Scheinwerfer blieb die Optik der XK-Modelle unverändert.

Viele Änderungen am Antriebsstrang

Schwerpunkt der technischen Änderungen ist der Antriebsstrang. So wuchs der Hubraum der V8-Motoren von bislang 4,0 auf nun 4,2 Liter. Das bringt erheblich mehr Leistung und Drehmoment für die Vierventiler mit den vier obenliegenden Nockenwellen, die nun sowohl auf der Einlass- als auch der Auslassseite verstellbar sind. Denn die Saugversion des neuen V8-Motors bringt es auf maximal 218 kW (298 PS) und ein höchstes Drehmoment von 411 Nm, das bei 4100/min verfügbar ist. Entscheidender allerdings ist, dass die Drehmomentkurve im oberen Bereich flacher wurde, so dass bereits von 2000/min an mindestens 86 Prozent des Höchstwertes verfügbar sind. Das spricht für Anzugsstärke ebenso wie große Elastizität. 6,4 Sekunden beim Coupé und 6,6 Sekunden beim Cabrio reichen den Saugversionen für den Spurt auf Tempo 100, deren Höchstgeschwindigkeit bei 250 km/h elektronisch begrenzt wird. Und mit einem Durchschnittsverbrauch von 11,3 und 11,4 l/100 km hält sich der Spritverbrauch für diese Leistungsklasse durchaus in vertretbaren Grenzen.

Über 160 000 km wartungsfrei

Noch flotter sind die Kompressor-Versionen, die es nun auf maximal 291 kW (395 PS) und ein höchstes Drehmoment von 541 Nm bringen, die bereits bei 3500/min verfügbar sind. Tempo 100 erreichen Coupé und Cabrio mit diesem Triebwerk, das mit 12,4 und 12,5 l/100 km ebenfalls nicht zu durstig ist, bereits nach 5,4 und 5,6 Sekunden – absolute Hochleistungssportwagen also, die trotzdem nur sehr geringe Wartungsansprüche stellen. Denn das Ventilspiel ist dauerhaft eingestellt und die optimierten hydraulisch gespannten Ketten für den Nockenwellenantrieb sind ebenso wartungsfrei und für eine Fahrtstrecke von 160 000 Kilometer ausgelegt wie der siebenrippige Keilriemen.

Neu ist auch das Getriebe des Hochleistungssportwagens. Denn der XK8, der als erster Jaguar mit einer Fünfgang-Automatik ausgestattet war, erhält nun ebenso wie die XKR-Versionen und zuvor schon der S-Type die weltweit erste Sechsgang-Automatik. Sie wurde von dem deutschen Getriebespezialisten ZF in Friedrichshafen entwickelt und erstmals in der neuen 7er-Reihe von BMW eingesetzt. Nun gibt es sie auch bei der XK-Serie. Zu ihren besonderen Eigenschaften gehört neben einer extrem kompakten Bauweise ihr besonders niedriges Gewicht sowie die die innovative „Mechatronik"-Steuerung von Bosch, die ihre Schaltstrategien den aktuellen Fahrbedingungen anpasst. Und wie bei Jaguar üblich, hat auch die neue Automatik die typische J-Gate Schaltkulisse mit der Möglichkeit, zwischen 2. und 6. Gang auch manuell zu schalten.

Rennsportbremsen von Brembo

Kraftvolle Fahrzeuge brauchen leistungsfähige Bremsen. Für die Kompressor-Modelle setzt Jaguar deshalb auf starke mit dem Rennsportausrüster Brembo entwickelte Systeme. Ebenso wichtig nimmt man auch die aktive Sicherheit, bei der man neben dem anspruchsvollen Fahrwerk auch auf eine umfangreiche elektronische Ausstattung setzt. Dazu gehört neben der neuesten Generation des adaptiven Dämpfersystems CATS (Computer Active Technology Suspension System), das beim XKR Serie und beim XK8 Wunschausstattung ist, bei allen XK-Varianten auch die Fahrdynamikregelung DSC mit Bremsen- und Motoreingriff sowie der elektronische Bremsassistenz und das Antiblockiersystem. Serienausstattung für alle XK-Versionen ist nun die automatische Geschwindigkeitsregelung, die auf Wunsch auch als ACC (Adaptive Cruise Control) geliefert wird, die bei der Regelung der Geschwindigkeit auch die Sicherheitsabstände zu vorausfahrenden Fahrzeugen berücksichtigt und, wenn nötig, das Tempo reduziert.

Bei der passiven Sicherheit setzt Jaguar für die Beifahrer-Airbags auf das innovative adaptive Rückhaltesystem A.R.T.S. (Adaptive Restraint Technology System), bei dem mit Gewichts- und Ultraschallsensoren gemessen wird, ob der Beifahrersitz belegt ist und welche Position der Beifahrer einnimmt und danach die Auslösestrategie bestimmt wird.

Neue Räder, neue Außenfarben und neue Varianten für die Innenausstattungen ergänzen die Änderungen für den XK, der sich mit den Extras aus dem R Performance Sortiment gezielt individualisieren und noch sportlicher ausstatten lässt. Den Einstieg in die XK-Familie bietet mit 72 140 Euro das XK8 Coupé, dessen Cabrio-Variante 81 080 Euro kostet. Für das XKR Coupé muss man 83 170 Euro ausgeben und 92 120 Euro kostet die offene XKR-Variante. ivd

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