Schule : Peugeot schafft nun die EU4 Sauberer 307 HDi FAP 135

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Schon seit drei Jahren bietet Peugeot für einige seiner DieselModelle das Rußfilter FAP an. Das reduzierte zwar die Partikelemissionen auf ein Minimum. Doch bei den für Diesel besonders problematischen Stickoxiden gab es ein Problem, so dass die Peugeot-Diesel mit FAP bislang nicht die Abgasnorm EU4 erfüllen konnten, die vom 1. Januar 2005 an verbindlich ist. Dieses Problem ist nun gelöst. Denn auf der IAA stellt Peugeot seinen 307 HDi FAP 135 vor. Und der ist nun auch in der Lage, die übrigen Abgasbestandteile auf die Werte der EU4 zu vermindern.

Unter der Motorhaube dieses besonders sauberen Diesels arbeitet der neue und stärkste 100 kW (136 PS) leistende 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit Common Rail, der bereits bei 2000/min sein höchstes Drehmoment von 320 Nm erreicht. Der neue Motor wird von sofort an für die drei- und fünftürige Limousine, den Break und den 307 SW mit dem großen Panorama-Glasdach und dem flexiblen Sitzsystem angeboten. Die Preise für das von sofort an verfügbare Modell beginnen bei 19 950 Euro für den dreitürigen Tendance HDi FAP 135.

Mit Filter 1200 Euro teurer

Allerdings hat die neue Technik auch ihren Preis. Denn im Vergleich zu dem ebenfalls mit Rußpartikelfilter ausgestatteten 2,0-Liter-HDi mit 79 kW (107 PS), der nur EU3 erfüllt, kostet die neue EU4-Version 1200 Euro mehr. Dafür gibt es allerdings auch das neue Sechsgang-Schaltgetriebe. Zudem kann man bei der Kfz-Steuer sparen, denn die Einstufung nach EU4 ergibt einen Steuervorteil von bis zu 613,55 Euro.

Mit dem neuen Modell gibt es den 307 nun mit vier Diesel-Motorisierungen. Neben dem neuen EU4-Diesel und dem 2,0-Liter mit 79 kW (107 PS), die beide mit Rußfilter ausgestattet sind, sind das als Einstiegsmotorisierungen der HDi 1.4 mit 50 kW (68 PS) und der 2.0 HDi mit 66 kW (90 PS), die kein Partikelfilter haben. Von den deutschen Diesel-Käufern haben sich beim 307 bislang mehr als 80 Prozent für die Variante mit FAP entschieden.

Dieses System arbeitet wie bisher mit einem in einem Zusatztank mitgeführten Kraftstoffzusatz (Additiv), der bei älteren Modellen nach 80 000 Kilometern in Verbindung mit einer Wartung des Partikelfilters nachgefüllt werden muss. Bei den jüngsten Varianten ist dieser Service erst nach 120 000 Kilometer Fahrtstrecke nötig. Dafür sind lediglich die Kosten für das Nachfüllen des Additivs und die dafür nötige Arbeitszeit zu bezahlen. ivd

Renault-Partikelfilter

erfüllt die Norm EU4

Nach praktisch allen deutschen Herstellern, die inzwischen vor allem für größere Diesel Rußfiltersysteme anbieten, die keine Additive benötigen, hat nun auch Renault ein solches System zur Serienreife gebracht. Diese Kombination aus Katalysator und Rußfilter, die Platz sparend in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind, regeneriert sich in regelmäßigen Abständen von selbst und erfüllt die Grenzwerte der strengen europäischen Abgasnorm EU4.

Die Partikel bleiben bei diesem System feiner Kanäle aus dem Trägermaterial Siliziumkarbid, die mit einer katalytisch wirkenden Substanz beschichtet sind, hängen. Ein Teil wird bereits zusammen mit den Abgasen katalytisch in Wasser und Kohlendioxid umgewandelt. Alle 300 bis 500 Kilometer wird das System außerdem vollautomatisch regeneriert. Eingesetzt wird dieses System noch gegen Jahresende im Oberklassemodell Renault Vel Satis 2.2 dCi und dann im Laufe des nächsten Jahren in verschiedenen weiteren Modellen. mm

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