Protest von Schülern, Eltern, Lehrern : Kreuzberger Klasse auf dem Weg zu Sandra Scheeres

Sie wollen wissen, warum so viele Teilungsstunden ausfallen: Eine Kreuzberger Grundschulklasse macht gemeinsam mit Eltern und ihrem Lehrer einen Ausflug zur Bildungsverwaltung.

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Jede zehnte Unterrichtsstunde in Berlin wird nicht regulär gegeben.
Jede zehnte Unterrichtsstunde in Berlin wird nicht regulär gegeben.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Besuch für Sandra Scheeres: Eine Kreuzberger Klasse macht sich am heutigen Dienstag auf den Weg zur Bildungssenatorin. Aber nicht, um mal zu schauen, wie in der Senatsbildungsverwaltung so gearbeitet wird, sondern um zu protestieren. „Wir, die Eltern, Kinder und der Klassenlehrer der 1c der Lenau-Grundschule, sind verärgert, dass so viele Teilungsstunden ausfallen“, schreiben sie an Scheeres. „Deshalb wollen wir bei Ihnen vorbeikommen und nachschauen, ob diese sich bei Ihnen versteckt haben.“

Organisiert haben die Aktion die Elternvertreter. „Wir machen einen Ausflug“, sagt Klassenlehrer Uwe Fischer. Rund ein Viertel der Stunden, die dafür vorgesehen seien, dass zwei Lehrer gleichzeitig in einer Klasse arbeiten oder Teilungsunterricht geben, fielen regelmäßig aus, sagt er. Dabei stünde diese den Kindern als Förderstunden zu.

Der Protest der Kreuzberger passt zu einer Reihe von Aktionen, die es derzeit gegen Unterrichtsausfall gibt. Schüler des Oberstufenzentrums Jane Addams in Friedrichshain schrieben einen Brandbrief an Scheeres und demonstrierten. Und für das Volksbegehren „Unterrichtsgarantie“ sammelt der Verein „Bildet Berlin“ weiter Unterschriften.

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