Schule : Mehr fünfte Klassen an Gymnasien

Bildungssenator Zöllner kommt den Eltern entgegen, die zusätzliche fünfte Klassen an stark nachgefragten Gymnasien gefordert haben. Am Freitag teilte er den Bezirken mit, dass sie unter bestimmten Bedingungen entsprechende Anträge von Schulen bewilligen können.

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Als stadtweite Obergrenze nannte Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) 70 fünfte Klassen. So viele hatte es schon in den letzten Jahren gegeben, bevor die Hochbegabtenklassen umstrukturiert wurden und dabei Kapazitäten wegfielen. Jetzt wäre Spielraum für acht zusätzliche fünfte Klassen gegeben.

Wie berichtet, hatten sich acht Gymnasien und etliche Elternvertreter an Zöllner gewandt und um mehr Flexibilität bei der Bewilligung grundständiger Klassen gebeten. Diesem Wunsch will Zöllner folgen. Welche Schulen den Zuschlag bekommen, will er den Bezirken überlassen. Er nannte lediglich die Bedingungen für die Genehmigungen. Dazu gehört, dass der jeweilige Schulstandort nicht mehr fünfte als siebte Klassen hat. Eine Schule, die drei fünfte Klassen aufmachen will, muss also auch drei siebte Klassen eröffnen. Zudem darf keine Schule neu mit fünften Klassen beginnen.

In diesem Jahr gab es für rund 2400 Plätze in fünften Klassen rund 3000 Anmeldungen, worunter allerdings etliche Doppelanmeldungen sind. Wie berichtet, haben etliche Schulen weniger Anmeldungen als Plätze, andere wiederum mehr. Dazu zählen auch die Gymnasien, die Anträge gestellt hatten. Ob sie alle die von Zöllner genannten Bedingungen erfüllen, war gestern nicht zu erfahren.

Aktuell bieten in Berlin 35 öffentliche und neun private Schulen fünfte Klassen: 16 Gymnasien haben einen fremdsprachlichen Schwerpunkt, davon sind zehn altsprachlich. Drei Gymnasien besitzen ein musikbetontes Profil. Vier Schulen bieten mathematisch-naturwissenschaftliche Züge an, zehn Gymnasien Begabtenförderung, ein Gymnasium hat eine sportbetonte grundständige Klasse. Als einzige Sekundarschule beginnt die Gustav- Heinemann-Schule in einer 5. Klasse mit der Fremdsprache Japanisch. „In einer Metropole wie Berlin ist eine derartige Profilierung von Gymnasien wichtig“, sagte Zöllner dem Tagesspiegel.

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