Schule : Verband der Privatschulen jetzt in Berlin

Susanne Vieth-Entus

Der Bundesverband Deutscher Privatschulen (VDP) zeigt Flagge in Berlin: Anlässlich seines Umzugs von Frankfurt am Main nach Berlin lud die größte Interessenvertretung freier Schulen vergangene Woche Repräsentanten aus Politik und Bildung in ihr Büro in der Reinhardtstraße in Mitte. In einer aus diesem Anlass herausgegebenen „Berliner Erklärung“ forderte Präsident Michael Büchler ein gleichberechtigtes Nebeneinander von staatlichen, kommunalen und freien Schulen sowie einen „diskriminierungsfreien, pluralen und liberalen Bildungsraum“.

Um die Leistungsfähigkeit des deutschen Bildungswesens zu sichern, sei es unerlässlich, den Schulen Freiraum und Autonomie zu geben. Abschlussstandards und eine unabhängigen Schulaufsicht seien die Garanten für Qualität. Um allen Kindern unabhängig vom Elterneinkommen den Zugang zu freien Schulen zu sichern, brauche man entsprechende Finanzierungsmodelle.

Die mit dem Umzug verbundene Erwartung, einen direkteren Draht zur Politik herzustellen, ging bereits beim Empfang in Erfüllung: Etliche Parlamentarier aus dem Bundestag und dem Abgeordnetenhaus waren der Einladung des Bundesverbands gefolgt, der knapp 2000 Bildungseinrichtungen vertritt. Mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.

Im Weiterbildungsbereich vertritt der VDP rund 1000 Einrichtungen. Die rund 800 allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen des Verbands werden von 168 000 Schülern besucht. Insgesamt gab es in Deutschland laut Statistischem Bundesamt im Schuljahr 2006/07 rund 4700 Privatschulen, davon 2867 allgemeinbildende Schulen mit 656 186 Schülern. Susanne Vieth-Entus

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