Serie: Bezirke vor der Wahl : Pankow stellt sich ganz neu auf

In Pankow steht ein Neuanfang an, nachdem drei der fünf Bezirksamtsmitglieder nicht mehr kandidieren. Der Überblick.

Rainer W. During
Das Rathaus in Pankow, ein schönes Wahrzeichen. Foto: IMAGO
Das Rathaus in Pankow, ein schönes Wahrzeichen.Foto: IMAGO

Matthias Köhne (SPD), seit 1999 Stadtrat mit kurzer Unterbrechung als Büroleiter des Regierenden Klaus Wowereit und Bürgermeister seit 2006, tritt nicht mehr an in Pankow. Auch die Stadträtinnen Lioba Zürn- Kasztantowicz (SPD) und Christiane Keil (Linke) steigen aus.

Für die SPD bewirbt sich die BVV-Fraktionsvorsitzende Rona Tietje um das Bürgermeisteramt. Sie stammt aus der Nähe von Schleswig, zog als 20-Jährige nach Pankow, studierte Jura und arbeitet in der Senatsfinanzverwaltung. Die Grünen schicken mit Stadtentwicklungs-Stadtrat Jens-Holger Kirchner einen Profi ins Rennen, der sich seit den 90er Jahren in der BVV engagiert und seit 2006 dem Bezirksamt angehört – allerdings auch schon als möglicher Senator gehandelt wird.

Im Revier von Sandra Scheeres

Für die Linken strebt Sören Benn den Chefsessel im Rathaus an. Er gehörte bereits der BVV im Altbezirk Pankow an und ist heute wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abgeordnetenhausfraktion seiner Partei. Für die CDU bewirbt sich Torsten Kühne, seit 2011 Stadtrat für Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice.

Mit einer neuen Mannschaft kämpft Piraten-Fraktionschef Jan Schrecker um den Verbleib in der BVV. Neben FDP und AfD versuchen fünf weitere Parteien den Einzug in die Bezirksverordnetenversammlung zu schaffen, darunter die Mieterpartei, die nur in diesem Bezirk für die BVV kandidiert. Nur in Pankow tritt auch die dort 2015 von dem Studenten Peter Kuscher gegründete Partei für Nachhaltige Erneuerung in Umweltfragen, Politik und Gesellschaft (PNE) mit zwei BVV-Kandidaten an.

Sieben der neun Abgeordnetenhaus-Wahlkreise gingen 2011 an die SPD, zwei gewannen die Grünen. In sechs Kreisen bewerben sich die Mandatsträger erneut. Darunter auch die Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres (SPD).

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