Wahl : SPD-Chef geht nicht in den Bundestag

Berlins SPD-Chef Michael Müller lehnt eine Kandidatur für den Bundestag ab. Dafür sei es jetzt zu spät, meint er.

Berlin„Das wäre interessant, spannend und schön. Aber ich glaube, dass es dafür jetzt zu spät ist.“ So reagierte der SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller am Donnerstag auf die interne Offerte einiger Genossen, für die Bundestagswahl im September zu kandidieren. Und zwar im Kreisverband Tempelhof-Schöneberg, der am 28. Februar entscheidet, ob die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert wieder ins Rennen geht. Oder Serge Embacher, wissenschaftlicher Mitarbeiter eines SPD-Bundestagsabgeordneten. Gegen beide Kandidaten gibt es erhebliche Vorbehalte. Daraus erwuchs die Idee, kurzfristig eine personelle Alternative zu präsentieren. Infrage käme die SPD-Kreisvorsitzende Dilek Kolat, die aber nicht will. „Für mich ist die Sache abgehakt.“ Und Müller, der vor einem halben Jahr tatsächlich erwog, in den Bundestag zu gehen, den Plan aber aufgab. 2006 hatte er schon freiwillig darauf verzichtet, Wirtschaftssenator zu werden. Müller gilt, neben Wowereit, als tragende Säule der Landes-SPD. za

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