Wahlkampf 2016 : 900.000 Berliner bekommen Post - von Michael Müller

Mit einem Brief an 900.000 Haushalte will die SPD versuchen, ihre potenziellen Wähler kurz vor dem Wahltermin noch zu mobilisieren.

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Einfach mal lachen. Kann er auch, der Regierende.
Einfach mal lachen. Kann er auch, der Regierende.Foto: dpa

„Es ist Bewegung drin“, sagte der Regierende Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat Michael Müller am Donnerstag bei der Vorstellung neuer Großplakate. Ziel der SPD sei es, den Vorsprung in den Umfragen vor den anderen Parteien „klar auszubauen“, um nach der Wahl eine „stabile Zweierkoalition mit der SPD als führender Kraft“ bilden zu können.

Nach einer Umfrage des Instituts Forsa wissen bisher nur 55 Prozent der SPD-Anhänger, ob und wen sie wählen. Die aufwendige und teure Briefaktion soll offenbar helfen, den schlechten Mobilisierungsgrad im Endspurt des Wahlkampfs zu verbessern. Am 18. September werden das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen neu gewählt. Aus Parteikreisen verlautet, dass der Wahlkampf des SPD-Landesverbandes wegen des zusätzlichen Werbeaufwands in den letzten zwei Wochen vor der Wahl das geplante Budget von 1,7 Millionen Euro überschreite. Deshalb müssten finanzielle Rücklagen für den Bundestagswahlkampf 2017 angeknabbert werden. SPD-Landessprecherin Marisa Strobel dementierte dies.

"Wir führen den modernsten Wahlkampf"

"Wir führen den modernsten und klarsten Wahlkampf“, sagte Müller vor den neuen Plakaten, die ihn im Großformat im Rathaus und vor städtischer Kulisse zeigen. Die Botschaft soll lauten: Zusammenhalt, Erfahrung und Verantwortung. „Das ist es, was wirklich zählt“, sagte der SPD-Spitzenkandidat. Für die Berlinerinnen und Berliner sei wichtig, dass die Stadt „auf Kurs“ bleibe. Vor zwei Wochen hatte sich Müller für eine rot-grüne Regierung nach der Wahl ausgesprochen.

In den Umfragen liegen die Berliner Sozialdemokraten zwischen 21 und 24 Prozent, dicht gefolgt von CDU, Grünen und Linken.

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