Brandenburg : Illegal Medizin und Kneipenmüll entsorgt

Beim Neuruppiner Müllskandal müssen sich in dieser Woche zwei Tatverdächtige vor dem Landgericht verantworten.

Neuruppin - Vor dem Landgericht Neuruppin müssen sich ab Dienstag zwei Männer wegen verschiedener Umweltdelikte verantworten. Die Angeklagten sollen im ehemaligen Tontagebau Marienthal-Trottheide nördlich von Berlin illegal Müll entsorgt haben, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Für die Delikte kommen bis zu fünf Jahre Gefängnis oder Geldstrafen in Betracht. Den Angeklagten werden fahrlässige Gewässerverunreinigung, der unerlaubte Umgang mit gefährlichen Abfällen sowie das unerlaubte Betreiben von Anlagen vorgeworfen. Der 39-jährige Angeklagte soll Geschäftsführer eines Recycling-Unternehmens mit Sitz in Fürstenberg gewesen sein. Bei dem 50-jährigen Angeklagten soll es sich um einen Angestellten der Firma gehandelt haben. Die Männer sollen zwischen Dezember 2005 und Mai 2006 die Tagebaugrube Marienthal-Trottheide mit Abfällen verfüllt haben, die dafür nicht zugelassen waren. Es soll sich um mindestens 3300 Tonnen Abfälle unter anderem aus der Medizin, aus Gaststätten oder Pflegeeinrichtungen gehandelt haben. Der Müll hätte auf einer Sondermülldeponie entsorgt werden müssen. Die Angeklagten sollen zudem von Juli bis Dezember 2006 auf ihrem Firmengelände hunderte Tonnen Müll gelagert haben, ohne dafür eine Genehmigung zu haben. ddp

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