Brandenburg : Rund 100 Unfälle auf glatter Fahrbahn

Auf den Brandenburger Straßen hat sich am Wochenende der Winter zurückgemeldet. Zahlreiche Fahrbahnen waren aufgrund überfrierender Nässe spiegelglatt.

Potsdam/Frankfurt (Oder) - Viele Autofahrer hätten sich nicht auf die Bedingungen eingestellt, berichteten Sprecher der beiden Polizeipräsidien in Potsdam und Frankfurt (Oder). Die Polizei registrierte zwischen Mitternacht und 12 Uhr mittags insgesamt rund 100 witterungsbedingte Unfälle. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, 20 wurden verletzt. Außerdem meldete das Polizeipräsidium Frankfurt (Oder) zwei weitere Unfälle mit insgesamt drei Todesopfern, bei denen die Unfallursache auch am Sonntag noch ungeklärt war.

In Ostbrandenburg gab es am Samstag 50 Glätteunfälle. Dabei wurden elf Personen verletzt. Auf der Landesstraße 49 zwischen Boblitz und Raddusch im Kreis Oberspreewald-Lausitz kam eine Frau auf glatter Straße mit ihrem Auto von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach. Dabei wurde ihre 23-jährige mitfahrende Tochter getötet. Aus bislang ungeklärter Ursache kam zudem ein 71-Jähriger bei Gollin im Kreis Barnim von der Fahrbahn ab und fuhr mit seinem Pkw gegen einen Baum. Der Mann erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.

Schwere Verkehrsunfälle

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich zudem in Beeskow. Dort starben bei der Kollision eines Autos mit einem Zug eine Frau und ein einjähriger Junge. Zwei Männer wurden schwer verletzt. Alle Opfer waren Insassen des Pkw. Das Auto war aus bislang ungeklärter Ursache an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Triebwagen der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG) erfasst worden. Die sechs Passagiere und zwei Angestellten des Triebwagens blieben unverletzt.

Einen ungewöhnlichen Unfall meldete das Frankfurter Polizeipräsidium zudem von der Autobahn 11 bei Chorin. Dort wurde eine Autoinsassin angeschossen. Die 38-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Berlin geflogen. Die Kugel fand die Polizei im Kofferraum. Sie war durch die hintere Beifahrertür, den Arm der 38-Jährigen und die Rückbank gedrungen. Nach ersten Ermittlungen fand in der Nähe eine Jagd statt. Die 18 Jagdberechtigten wurden als Zeugen vernommen, ihre Waffen beschlagnahmt und untersucht.

Neun Verletzte in Westbrandenburg

In Westbrandenburg gab es am Samstagmorgen 47 witterungsbedingte Unfälle. Dabei wurden neun Menschen verletzt. Im Löwenberger Land bei Gransee kam ein 74-jähriger Autofahrer ums Leben. Der Mann war infolge unangepasster Fahrweise auf glatter Straße von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. (tso/ddp)

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