Der Tagesspiegel : Buga-Köpfe: Die Hobby-Imkerin

Simone Leinkauf

Zum Thema Online Spezial:
Die Bundesgartenschau in Potsdam Eins verbindet sie mit den Bienen: das häufige Wechseln der Jobs. Und auch sonst ist Hobby-Imkerin Runhilde Sokoll sozusagen dem Geflügel zu treu geblieben: Die heute 60-Jährige ist ausgebildete Geflügelzüchterin. Zwischendurch arbeitete sie auch in der Schweinezucht und im Büro, doch da stellte sie schnell fest, dass sie lieber etwas "mit Tieren zu tun haben", wolle. Die Menschen seien oft ziemlich undankbar. Und so arbeitete sie im Veterinärwesen, versorgte Meerschweinchen und Ratten, Schafe und Schweine, die zu Versuchszwecken gehalten wurden. Nach der Wende wurde es für Runhilde Sokoll immer schwieriger. Und so machte sie alles das, was sich gerade anbot: ABM-Maßnahmen oder befristete Projekte, Hauptsache, was zu tun. Das Interesse an den Bienen stammte aber noch aus der Zeit im Laden der bäuerlichen Handelsgenossenschaft, die auch Imkerei-Zubehör führte: "Ich habe mir ein paar Bienen angeschafft, um zu wissen, für was die einzelnen Gerätschaften überhaupt taugen." Aus dem Interesse ist schnell eine innige Zuneigung geworden. Seit nunmehr 20 Jahren hat Runhilde Sokoll Bienenstöcke. In diesem Jahr hat sie zu Hause nur drei Völker, während es ansonsten zehn bis 15 Völker sind: Darüber ist sie ganz froh, schließlich verbringt Runhilde Sokoll mehr Zeit auf der Buga als zu Hause, steht Tag für Tag von 9 bis 17 Uhr im Imkerhaus und beantwortet Fragen rund um die Honiglieferanten.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben