Der Tagesspiegel : Eurospeedway Bielefeld: Lausitzring klang so nach Kohle

Bü.

Namen sind Schall und Rauch - vor allem bei Rennstrecken. Um eine Betonpiste im südlichen Brandenburg wird besonders viel Wind gemacht. Zuerst firmierte die Anlage als "Lausitzring". Das klang nach Kohle, aber nicht nach Monte Carlo. Also nannten die Betreiber die Strecke um. Sie hießen sie "Eurospeedway" - als würde hier nicht in einem ehemaligen Tagebau provinzieller Staub aufgewirbt, sondern Nizza mit Neupetershain verbunden. Man könne mit "Lausitzring" gut fahren, fanden die Motorsport-Fans; die Betreiber tauften ihre HighTech-Tochter in "EuroSpeedway Lausitz" um - als KomproMiss. Doch der Streit um den Namen geht in die nächste Runde. Sie führt zu einer weiteren Bastion des Rennsports, nach Bielefeld. Dort ist Matthias Oesterwinter seit kurzem als Namensgeber auf der Piste. Er hält sämtliche Rechte an dem Namen "Eurospeed" (Markenregisterauszug des Deutschen Patentamtes Nummer 396526101). Damit ist das Rennen wieder offen. Die Berliner Anwaltskanzlei Vinck & Hertin ist für die Betreiber am Start. Es geht um zwei Millionen Mark, um mehr nicht.

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