Der Tagesspiegel : Förster fanden zwei Tote – Spekulationen über Mafiamord

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Halbe – Ein mysteriöser Doppelmord im Landkreis DahmeSpreewald stellt Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft vor Rätsel. Am Mittwochmorgen gegen 8.30 Uhr fanden zwei Förster in einem Waldstück bei Halbe zwei tote Männer. Die Potsdamer Staatsanwaltschaft verhängte eine Informationssperre, nicht einmal das Geschlecht der Toten wurde offiziell bekannt. Es wird „wegen Totschlags gegen Unbekannt ermittelt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ralf Roggenbuck, lediglich – eine ungewöhnliche Verschwiegenheit.

Am Nachmittag begann eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei, das Waldgebiet zu durchkämmen, zudem wurde ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt. Die Leichen wurden erst am späten Nachmittag abtransportiert – auch, dass Spurensicherung und Kriminaltechnik so viele Stunden an Leichen beschäftigt sind, gilt als ungewöhnlich. Ob die beiden Männer an Ort und Stelle getötet wurden oder ob sie im Wald versteckt wurden, ist unklar. Lange sollen die Leichen dort noch nicht gelegen haben, versteckt waren sie nicht.

Wie es in Polizeikreisen hieß, sollen die beiden Männer aus Osteuropa stammen. Einer soll Badelatschen, der andere Schuhe getragen haben. Die Polizei vermutet, dass die beiden Männer Lastwagenfahrer sein können, denen von organisierten Kriminellen das Fahrzeug mit wertvoller Ladung geraubt worden sein könnte. Eine Mafiamethode, wie es hieß. Fahrzeuge, die zu den beiden Toten gehören könnten, wurden Nähe nicht gefunden.

Der Fundort der Leichen liegt einige hundert Meter weg von der Landstraße zwischen Halbe und der Autobahnabfahrt. Die A 13 führt nach Polen. Am Vormittag hatten die Ermittler den Verdacht, dass ein im nahe gelegenen Massow offen gefundener Sattelzug in Verbindung mit dem Verbrechen stehen könnte. Doch der Fahrer hatte nur vergessen, seinen Lkw abzuschließen. Ha

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