Kunstmesse : Mehr als 2000 Künstler kommen zur "Art 38"

Drei Tage nach dem Beginn der Kunstbiennale in Venedig startet in Basel am 13. Juni die weltweit größte und bedeutendste Kunstmesse. Die Veranstalter rechnen mit starker Nachfrage.

Art Basel
Padraig Timoney, Scuan éirigi, 2006.Foto: Galleria Raucci/ Santamaria, Napoli.

BaselBei der "Art 38" sind Werke von mehr als 2000 Künstlern zu sehen. Die Zahl der ausgestellten Werke erreiche damit einen Rekord, so Kommunikationschef Peter Vetsch. Zu der Schweizer Messe seien wie in den Vorjahren 300 Galerien aus allen Kontinenten zugelassen. Die "Art 38" dauert bis zum 17. Juni.

Um einen Platz auf der Messe hatten sich in diesem Jahr mehr als 850 Galerien beworben, sagte Vetsch. Deutschland sei mit 55 zugelassenen Galerien nach den USA das Land mit den meisten Ausstellern. Zu der fünf Tage dauernden Verkaufsschau werden mehr als 55.000 Besucher erwartet. Angeboten werden auf der "Art" Bilder und andere Kunstwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

60 Großprojekte

Vertreten sind alle künstlerischen Ausdrucksmittel. Die Bandbreite reicht von Malerei, Zeichnungen und Fotografie über Skulpturen und Installationen bis hin zu aufwendiger Internet- und Videokunst. Wegen der Größe der Messehallen können auch großformatige Werke präsentiert werden, die in den üblichen Ausstellungsräumen nicht gezeigt werden könnten. In einer Ausstellungshalle werden 60 Großprojekte zu sehen sein.

Die "Art" kooperiere in diesem Jahr erstmals mit der Kunstbiennale von Venedig und der documenta, die am 16. Juni in Kassel beginnt. Ziel sei es, die Kunstschauen miteinander zu vernetzen. Die Messen reagierten damit auf einen entsprechenden Wunsch der Künstler, Galeristen und Kaufinteressenten.

Starke Nachfrage erwartet

"Der Markt für zeitgenössische Kunst ist weltweit sehr günstig", sagte Vetsch. Die "Art" werde davon profitieren. Die Messe rechne mit vielen finanzstarken Händlern, Sammlern und Kunstliebhabern. Die Aussteller könnten in diesem Jahr von einer starken Nachfrage ausgehen.

"Der Kunstmarkt hat deutlich an Finanzkraft gewonnen", sagte Vetsch. Der Markt werde, wie bereits in den Vorjahren, von zahlungskräftigen Käufern aus den USA sowie aus Asien bestimmt. In diesen Ländern gebe es eine unverändert große Bereitschaft, in Kunst zu investieren. (mit dpa)

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