Asterix und Obelix : Die Briten schlagen Kleopatra

Welches ist das beste Asterix-Abenteuer? Das haben wir unsere Leser gefragt - jetzt stehen die Sieger fest. Hier eine Auswahl der Begründungen.

Knapper Sieg: Der Band links ist der Favorit unserer Leser, dicht gefolgt von dem rechts.
Knapper Sieg: Der Band links ist der Favorit unserer Leser, dicht gefolgt von dem rechts.Foto: Egmont Ehapa, Les Éditions Albert René

Vor mehr als 40 Jahren erschien der achte Asterix-Band, „Asterix bei den Briten“ – jetzt haben unsere Leser dieses Abenteuer der rauflustigen Gallier auf der von Römern besetzten britischen Insel zu ihrem Favoriten gewählt. 29,8 Prozent der Teilnehmer unserer Umfrage nannten diesen 1971 auf Deutsch veröffentlichten Band als ihren Favoriten, Anlass war die Veröffentlichung des neuen Albums „Asterix bei den Pikten“. Auf Platz zwei landete mit 28,5 Prozent das Album „Asterix und Kleopatra“, 1969 erstmals auf Deutsch veröffentlicht. Auf weiteren Plätzen folgten mit deutlichem Abstand „Asterix als Legionär“ (rund 9 Prozent der Stimmen), „Asterix bei den Schweizern“ (6,4 Prozent) und das Debüt-Album „Asterix der Gallier“ (rund 3 Prozent).

Im Folgenden dokumentieren wir einige der Begründungen unserer Leser.

Mein klarer Favorit ist „Asterix und Kleopatra“. Das besondere an diesem Band sind für mich die Charaktere. Der tollpatschige, dilettantische, nahtlos überforderte Numerobis, der von seinem Metier so viel versteht wie Obelix vom Diät halten. Ebenfalls großartig und urkomisch sind die Numerobis' Gegenspieler Pyradonis und Schraubzieris, die mit allen Mitteln versuchen den Bau des Palastes zu verhindern. Besonders eindrucksvoll ist dabei die Backkunst der beiden Bösewichter. Allein Schraubzieris scheint beim Rezept für den berühmten Pudding mit Arsen nicht ganz so rezeptsicher. Besonders wertvoll ist auch die kleine Geschichtsstunde, in welcher der neugierige Leser über das Ableben der Nase der Sphinx neue Erkenntnisse erlangt...
Niklas Pfaff

Mein Lieblingsband bis jetzt ist „Asterix bei den Briten“, da habe ich mich vor Lachen kaum halten können. Lag vielleicht auch an dem englischen Austauschschüler, der bei mir wohnte als ich das las - es war zu köstlich.
Sabine Albrecht

„Asterix als Legionär“ half mir, 15 Monate Bundeswehr als Wehrdienstleistender zu überstehen. Von militärischen Ausbildern angebrüllt zu werden, ertrug ich viel leichter, weil ich ihre lächerlichen Posen im Comic wiedererkannte. Außerdem macht mir die Selbstbehauptung der einfachen römischen Rekruten Asterix und Obelix Mut, statt einzuknicken, unbeugsam zu bleiben. Und das ging auch ohne Zaubertrank!
Eike Schmidt

Mein Lieblingsband ist „Asterix bei den Briten“. Es gefällt mir, wie die Vorurteile (oder doch Eigenarten) der Briten aufs Korn genommen werden. Selbst die Häuser entsprechen in den Zeichnungen den britischen Wohnsiedlungen, und mein ganz persönliches Highlight ist Wildschwein in Pfefferminzsauce.
Katja Steinhauf

Mein Lieblingsband ist der erste Band: „Asterix der Gallier“. Es war damals alles so neu und so aufregend. Und dann eine Liebe für die nächsten 50 Jahre (fast).
Christina Weimann

Der beste Asterix Band ist für mich „Asterix und Kleopatra“. Allein schon das Titelblatt mit der Aufzählung von 14 Litern Tusche, 30 Pinsel, 62 weichen Bleistiften... ist ein Kracher, der sich dann fortsetzt mit dem schwierigen Charakter aber der sehr schönen Nase von Kleopatra (und der Erklärung für die abgebrochene Nase der Sphinx), dem Haus von Numerobis (Äh, ich habe es selbst gebaut!), der Riesenhaufen Riesenknochen für Idefix... und natürlich die berühmten DREI Stücke von der vergifteten Torte. Kurzum ein Feuerwerk von Gags wie es nur zu Goscinnys Zeiten möglich war. Die nächsten Bände bauen ja auch viel auf den Gags auf (Darf Idefix mit oder nicht, Cäsar+Kleopatra, Obelix klopft an Türen an...)
Michael Krahl

Wie zeichnet man Asterix? Didier Conrad macht's vor
Wie zeichnet man Asterix? Mit der Nase geht es los, wie Didier Conrad demonstriert.Alle Bilder anzeigen
1 von 7Foto: lvt
11.10.2013 19:57Wie zeichnet man Asterix? Mit der Nase geht es los, wie Didier Conrad demonstriert.

Mein liebster Asterix-Band ist ausgerechnet einer, in dessen Titel Asterix ausnahmsweise gar nicht vorkommt: „Obelix GmbH & CO. KG“. Dieser Band gefällt mir besonders, weil er auf so witzige Weise die Marktwirtschaft erklärt und mit subtilem Witz Kapitalismus-Kritik übt.
Daniel Joachim

Meinen ersten Asterix-Band bekam ich von meinem Vater, es war auch sein erster Band: „Asterix der Gallier“. Schon bald packte mich das Asterix-Fieber und ich las alle Hefte meines Vaters. Mein absoluter Lieblingsband ist nach wie vor „Der große Graben“. Als gebürtige Berlinerin (Jahrgang 1982) faszinierte mich diese Geschichte am meisten! Mein Leben in West-Berlin glich doch dem Leben in dem durch einen Graben zweigeteilten gallischen Dorf und ich fühlte mich komplett integriert in die Dorfgemeinschaft und das hin- und hergerissen sein zwischen der einen und der anderen Hälfte! Die Berliner Mauer auf gallisch! Die Idee den Graben mit Wasser zu füllen war für mich auch eine so wundervolle und gleichzeitig friedliche Lösung, die mich sehr glücklich am Ende stimmte.
Corinna Okonek

Mein liebster Asterix-Band ist „Tour de France“. Er war einer der ganz alten Bände, die es vor fünfundzwanzig Jahren in unserer Dorfbücherei zu leihen gab, und mit denen ich infiziert wurde mit dem Asterix-Virus. Von diesen frühen Bänden gefällt mir „Tour de France“ deshalb so besonders, weil man gerade mit diesem Band über Asterix' und Obelix' Rundreise durch Gallien als damals Zehnjähriger irre witzige Comics mit dem Drang nach Wissen verbinden konnte. Ich hab die Reise der Gallier beim Lesen auf der Frankreichkarte mitverfolgt und eine Menge über die franzöische Geographie und Kultur gelernt - mit ganz viel Spaß dabei!
Ulli Hegerfeld

Mein Lieblings-Asterix-Band ist „Der Seher“. Nicht nur, weil es der Band war, mit dem ich vor mehr als 30 Jahren meinen Einstieg in die Serie machte (meine Begeisterung hat seither nicht nachgelassen und ich habe sie schon an meine Kinder weitergeben können), sondern weil die Autoren es hier schaffen, mit einem einziges Thema, nämlich die Leichtgläubigkeit (bei Galliern genauso wie bei Römern), eine durchgehende Geschichte zu „befeuern“ und voranzutreiben. Außerdem enthält er eines meiner Lieblingszitate, das bei unerklärlichen Situationen immer wieder Anwendung findet: „Du verstehst noch weniger. Deshalb bin ich ja auch Optio und du nur Legionär!“ (was der Kenner mit „Idiot!“ beantwortet).
Frank Kubitschek

Mein Lieblingsheft ist die Nr. 9, „Asterix und die Normannen“. Ich finde die Normannen um Olaf Maulaf einfach gut und Grautvornix ist ein Wahnsinns-Charakter. Zudem sind die Abenteuer rund um das Dorf eher rar zwischen all den Reiseabeteuern. Das Heft und die alte Hörspielfassung konnte ich fast auswendig. Nur der Film, der ist leider furchtbar misslungen.
Michael Dudenhöffer

Mit denkbar knappem Vorsprung macht bei mir „Asterix bei den Briten“ das Rennen. Die feinen Anspielungen auf alles, was den Nicht-Briten an England auffällt - positiv wie negativ -, sind unschlagbar: Pfefferminzsauce zu (fast) allem, lauwarme Cervisia, Linksverkehr, englischer Rasen, Fünf-Uhr-Tee, diverse Sportarten und vieles mehr. Ich frage mich bei jedem Lesen, ob dieser Band einem Engländer überhaupt gefallen könnte, vermutlich gehen viele Kleinigkeiten an ihm vorbei, weil ja eben für ihn nicht ungewöhnlich.
Jörn Möhring

Mein Lieblingsband ist „Asterix und Kleopatra“, weil ich darüber immer herzlich lachen kann.
Silke Göring

Mein Asterix-Lieblingsband ist „Die Odyssee“, weil dort eindrucksvoll gezeigt wird, dass Wildschweine doch die intelligenteren Menschen sind. Schließlich führt „die Vorspeise“ unsere gallischen Helden schnell zur römischen Patrouille und der Hunger ist gegessen - besser: die Wildschweine bleiben am Leben und die Römer beziehen ihre wohlverdienten Hiebe. Wie würde Obelix so schön sagen: „Die spinnen, die Wildschweine.“
Karin Krubert

„Asterix bei den Schweizern“ ist für mich ein ganz besonderes Highlight der Reihe: Perfekte Zeichnungen, gelungene Gags und gute Dialoge machen den Band zum „zeitlosen Edelweiß“ unter den Asterix-Bänden. Kuckuck! ( …„in den See, in den See!“)
Eva-B. Steffens

Mein persönlicher Asterix - Lieblingsband ist „Asterix bei den Briten“. Alles ist stimmig erzählt, die Anspielungen auf die die britische Lebenskultur sind sehr treffend. Da in diesem Comic viele Nebencharaktere eine wichtige Rolle spielen, ist die Geschichte sehr vielseitig und interessant. Die Ausdruckskraft und Lebendigkeit der Bilder sprechen für sich.
Moritz Schwarz

Mein Lieblingsband: „Asterix auf Korsika“. Die Explosion auf dem Piratenschiff wg. dem korsischen Käse ist zu komisch  Noch besser sind die Gesichter von Asterix, Obelix und Idefix, als der Käse ausgepackt wird.
Jörn Dreier

Ich liebe „Asterix bei den Briten“ weil ich auch gerne ein Tee-Päuschen einlege, komme was da wolle! ...was ist schon wirklich wichtig? TeaTime!
Barbara Kleppek

Für mich ist „Asterix auf Korsika“ einer der besten Asterix-Bände. Begründung: Tolle Länderklischees, vor allem Stolz und leicht beleidigt. Der korsische Käse, im französischen gleichbedeutend mit Bombe, versenkt mal wieder die Piraten. Köstlich!!!
Christine Moser

Mein liebster Asterix zählt nicht wirklich zu den Standard-Asterix-Bänden. Wenn man es genau nimmt, sind hier (meiner Meinung nach zum ersten Mal) öffentlich Comic-Urheberrechtsverletzer in Erscheinung getreten, indem sie bestehende Asterix-Bilder aus vorangegangenen Comics ausgeschnitten und mit neuen Sprechblaseninhalten versehen haben. Eine Technik, die anschließend noch oft kopiert und noch viel öfter strafrechtlich verfolgt wurde. Schade eigentlich, denn herausgekommen ist ein Meisterwerk des politischen Widerstandes und ein Meilenstein in der Anti-AKW-Bewegung – und leider aufgrund der rechtlichen Probleme nur schwer zugänglich. Die Rede ist natürlich von „Asterix und das Atomkraftwerk“. Warum nun gerade dieses Comic zu meinem Lieblingsband wurde? Hier reichen zwei Wörter, die ich gern zitiere: Der „Brutus Rapidus“ als Kern des Anstoßes und Ziel des Gallischen Widerstandes in dieser Meisterleistung. Kann man solche Kreativität noch toppen?
Merlin Pitz

Mein Asterix-Lieblingsband ist „Asterix bei den Olympischen Spielen“. Ich finde ihn sehr schön, weil es um Sport geht. Darüber hinaus spielt es in Griechenland, mich interessiert die Antike und dieses Jahr werden wir sie in der Schule durchnehmen.
Giovanni Dörr

Mein Asterix-Lieblingsband ist „Asterix und Kleopatra“. Ich finde es schön, weil mir Ägypten sehr gut gefällt, und weil ich glaube, dass dieser Band am besten für Kinder geeignet ist. Darüber hinaus ist es spannend, abenteuerlich, lustig und gruselig gleichzeitig.
Elisa Dörr

Mein Lieblingsband ist „Asterix als Legionär“. Das Schönste an diesem Roman ist nämlich die Liebesgeschichte. Ich finde es so rührend wie sich Obelix in Falbala verliebt, und auf so einer schüchternen und unschuldigen Art versucht ihr den Hof zu machen. Einfach toll.
Sadhana Sharma

Mein Lieblingsband ist „Asterix im Morgenland“, weil es mein erster selbstgekaufter Band war (im Alter von sechs Jahren) und mir auch heute noch Freude bereitet. Die zerflederte Ausgabe von 1987 besitze ich immer noch.
Thomas Berger

Mein Lieblingscomic: „Asterix Mundart 55 Kölsch III: Asterix un dat Cleo“. Da ich gebürtiger Kölner bin, beantwortet sich die Frage nach dem „Warum?“ von selbst.
Guido Hoheisel

„Asterix und Kleopatra“: Ich liebe es, wie zärtlich und albern das Verhältnis von Cäsar und Kleopatra dargestellt wird.
Björn Fiedler

Redaktioneller Hinweis: Unsere Verlosung ist beendet, die Gewinner werden per Post benachrichtigt.

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