Comic-Ausstellungen : West-östliches Pingpong

In Berlin kommen Comic-Freunde ab diesem Wochenende in gleich zwei Ausstellungen auf ihre Kosten - mit Gästen aus Hongkong und Hamburg.

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Wo Kim Il-sung die Teletubbies trifft. Für seine Nordkorea-Kritik arbeitet Leumas To mit Popkultur- und Bibelzitaten.
Wo Kim Il-sung die Teletubbies trifft. Für seine Nordkorea-Kritik arbeitet Leumas To mit Popkultur- und Bibelzitaten.Illustration: Leumas To

Im Museum für Kommunikation wird am Sonnabend um 11.30 Uhr unter dem Titel „Let’s Play Ping Pong!“ eine Ausstellung mit Werken von Künstlern aus Berlin und Hongkong eröffnet. Zur Premiere gibt es eine Live-Zeichen-Session, bei der deutsche Künstler wie Tagesspiegel-Zeichner Mawil, Hamed Eshrat und Michael Jordan auf Mitglieder des Comic-Kollektivs „Ping Pong“ aus der einstigen britischen Kolonie treffen: Leumas To, Vivian Ho, Overloaddance, Nykie Ngan und wongszechit - mehr dazu auf der Website des Museums. Für gut zwei Wochen sind dann die Arbeiten der an diesem Austausch beteiligten Künstler im Museum an der Leipziger Straße 16 in Berlin-Mitte zu sehen, der Eintritt ist frei (Di 9–20 Uhr, Mi-Fr 9–17 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr).

In der auf Comics und Illustrationskunst spezialisierten Galerie Neurotitan (Haus Schwarzenberg, Rosenthaler Straße 39, Berlin-Mitte) wird am Sonnabend um 20 Uhr eine Ausstellung von acht Künstlern eröffnet, deren Arbeiten im Mami-Verlag veröffentlicht werden, der vor zehn Jahren von den Comic-Künstlern Anke Feuchtenberger und Stefano Ricci gegründet wurde und experimentelle und avantgardistische Comic-Kunst vor allem aus dem Umfeld der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg veröffentlicht. Unter dem Titel „Große Erwartungen, kleine Hunde“ sind Arbeiten zu sehen von Magdalena Kaszuba, Anton Engel, Lena Hällmayer, Gosia Machon, Karin Kraemer, Jul Gordon, Kathrin Klingner und Birgit Weyhe (die seit kurzem alle vier Wochen einen Strip für die Sonnatausgabe des Tagesspiegels zeichnet). Zur Vernissage an diesem Sonnabend wird es eine Lesung von einigen der ausstellenden Künstler geben, die Ausstellung ist dann bis 8. Juli zu sehen (Mo-Sa 12–20 Uhr).

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