Comic-Comeback : Alte Helden mit neuem Schwung

Comic-Veteran Peter Wiechmann will die Reihe „Primo“ zu neuem Leben erwecken - mit Hilfe einer Spenden-Plattform im Internet.

Comeback: Peter Wichmann neben der Tuschezeichnung eines Comics aus der Serie "Capitan Terror", erschienen in der Reihe "Primo".
Comeback: Peter Wichmann neben der Tuschezeichnung eines Comics aus der Serie "Capitan Terror", erschienen in der Reihe "Primo".Foto: Tobias Hase, dpa

Die Comic-Reihe „Primo“ rund um „Capitan Terror“ und „Andrax“ soll wiederauferstehen. Der Texter und frühere Produzent der Reihe aus den 1960er und 70er Jahren, Peter Wiechmann, plant ein Comeback seiner Helden. Er wolle neue Leser ansprechen, aber auch Nostalgiker, sagte Wiechmann kürzlich in München. „Die Comics richten sich auch an heute alte Männer, deren Mütter ihre Comics - und damit ihre Jugend - damals in den Müll geworfen haben.“ Drei „Best Of“-Bände will er auf den Markt bringen.

Dafür ist er allerdings auf die Hilfe alter - und neuer - Comic-Fans angewiesen. Weil Wiechmann keinen Verlag für das Projekt fand, sucht er jetzt im Internet nach Spendern - mit Hilfe der Onlineplattform „mySherpas“. In 90 Tagen sollen 62 000 Euro Startkapital zusammenkommen, der Spendenmarathon startet an diesem Montag, dem 15. August. Auf der Seite sammeln auch andere Kreative Geld für ihre Vorhaben wie Filmprojekte und Buch-Ideen. So soll
beispielsweise auch ein Dokumentarfilm über Schauspiellegende Bud Spencer mit Hilfe von „mySherpas“ finanziert werden.

Die Comic-Reihe „Primo“ war in den 70er Jahren ein großer Publikumserfolg mit Auflagen von bis zu 250 000 Heften pro Woche, wie Wiechmann sagt. Dass er an diese Erfolge anknüpfen kann, glaubt der 72-Jährige zwar nicht. „Die Ära der Massencomics ist zu Ende.“ Aber auch heutige Leser könnten sicher auch an den alten Helden Gefallen finden.

Von Wiechmann sind in den vergangenen Jahren bereits einige Klassiker neu bei Cross Cult wiederaufgelegt worden, so die Titel „Andrax“, „Hombre“, „Dietrich von Bern“ und „Thomas der Trommler“ - zur Verlags-Website geht es unter diesem Link. (dpa/lvt)

Zur Seite mit Peter Wiechmanns aktuellem Aufruf geht es unter diesem Link.

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