Neuerscheinung : Es geht auch ohne Sprechblase

Vor 40 Jahren wurde der erste Asterix-Band auf Deutsch veröffentlicht. Erfinder und Texter René Goscinny kann man jetzt von einer neuen Seite entdecken.

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Großer Humorist. René Goscinny bei der Arbeit.Foto: (c)2008 Les Éditions Albert René/Goscinny-Uderzo

Er war der Texter der Lucky-Luke-Comics, er füllte die Sprechblasen von Figuren wie dem Indianer Umpah-Pah und dem Großwesir Isnogud. Doch weltberühmt wurde der Franzose René Goscinny vor allem als Texter der Asterix-Geschichten. Vor genau 40 Jahren erschien mit "Asterix der Gallier" der erste Band auf Deutsch - neun Jahre nach der Erstveröffentlichung in Frankreich.

Der Züricher Diogenes Verlag hat mit „Ruhe, ich esse!“ nun eine Sammlung von Goscinny-Texten herausgebracht, die den 1977 verstorbenen Humoristen von einer ungewohnten Seite zeigen. Der Autor setzt sich darin mit den Tücken des Alltagslebens auseinander, aber auch den Merkwürdigkeiten von Kultur, Wirtschaft und Politik. Die Titelstory „Ruhe, ich esse!“ etwa handelt von einem Geschäftsessen, bei dem alles zur Sprache kommt, nur nicht das Geschäft.

Fast eine Autobiografie

Zusammengestellt wurde der Band von Goscinnys Tochter Anne. Herausgekommen ist fast so etwas wie eine kleine Autobiografie ihres Vaters. Vom ersten Satz: „Am 14. August 1926 hat mein älterer Bruder aufgehört, ein Einzelkind zu sein“ bis zu dem letzten Text „Ich bin bereit“, der sich mit der Organisation von Trauerfeiern befasst.

Erschienen im Diogenes Verlag, Zürich, 96 Seiten, 14,90 Euro.

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