Landtagswahl : Brandenburg kommt später dran

Wegen der Bundestagswahl verzögert sich die Auszählung der Landtagswahl.

Potsdam Es wird eine lange Nacht. Wer am 27.September den genauen Ausgang der Landtagswahl in Brandenburg erfahren will, muss Geduld aufbringen - und wird sich wohl selbst am nächsten Morgen bei der Lektüre seiner Morgenzeitung mit Prognosen und Zwischenständen begnügen müssen. Wie Landeswahlleiter Bruno Küpper jetzt vor Journalisten in Potsdam ankündigte, ist am Wahlabend „erst ab 22 Uhr“ mit allerersten ausgewählten Zwischenergebnissen zu rechnen, mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erst am Folgetag „früh zwischen 4 Uhr und 5 Uhr.“ Der Grund sei die Doppelwahl mit der zeitgleich stattfindenden Bundestagswahl. „Es ist zwingend vorgeschrieben, dass zuerst die Bundestagswahl ausgezählt wird“, so Küpper. Erst danach werde in den 3626 Wahlbezirken begonnen, die Stimmzettel der Landtagswahl auszuzählen. Man habe Alternativen geprüft, etwa die Verdopplung der Stimmbezirke, sagte Küpper: Da man dann 60 000 statt 30 000 ehrenamtliche Wahlhelfer benötigen würde, sei dies nach Rücksprache mit den Kommunen verworfen worden.

Zuversichtlich zeigten sich Küpper und Ruth Bartels, die Vizepräsidentin des fusionierten Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, dass am Wahlabend die Internet–Präsentation der fortlaufend aktualisierten Ergebnisse diesmal reibungslos klappt: Bei der Kommunalwahl im Herbst 2008 hatte es erhebliches Chaos gegeben. Auf der Landeswahlleiter-Homepage tat sich stundenlang nichts, weil der Server wegen Überlastung zusammenbrach. „Wir haben Konsequenzen gezogen, aus Fehlern gelernt, das System verändert“, sagte Küpper. „Mehr kann man nicht tun.“ Nach Angaben von Bartel setze man jetzt eine neue Software ein, verteile das System auf mehrere Server und unterziehe es vorher mehrfach „Belastungstests“, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. thm

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