Der Tagesspiegel : Moscheen aktiv für bessere Ausbildung

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„Eine gute Ausbildung ist wie ein goldener Armreif“, lautet ein populäres türkisches Sprichwort. Doch die wenigsten Ausländer haben eine gute Ausbildung. Mehr noch: Der Anteil der Ausländer, die in Berlin eine Lehrstelle annehmen, liegt bei unter 11 Prozent, hieß es gestern bei der Vorstellung der bundesweiten Aktionsreihe „Moscheen aktiv für Berufsbildung“. Mit dieser sollen – unterstützt von der Deutschen Industrie und Handelskammer und dem Ministerium für Bildung und Forschung – in zehn deutschen Städten Imame und Moscheenvereine für das deutsche Ausbildungssystem sensibilisiert und bis zu 10 000 neue Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Initiiert wird die Aktionsreihe von der Koordinierungsstelle – Ausbildung in ausländischen Unternehmen (KAUSA) in Zusammenarbeit mit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB). Die Organisatoren wollen dem Mangel an Ausbildungsplätzen in ausländischen Unternehmen entgegenwirken. Dabei wird das Augenmerk auf Spracherwerb und Integration gelegt. „Manche sprechen ein wenig Deutsch, ein wenig Türkisch und diese doppelte Halbsprachlichkeit ist ein großes Problem“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer Nihat Sorgec.Ho

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