Casdorffs Agenda : Transitzonen gefährden die Koalition

Die Union will sie, die SPD nicht - an dem Thema Transitzonen könnte die Koalition zerbrechen.

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Die Union will an den Grenzen - vor allem zu Österreich - Transitzonen einrichten.
Die Union will an den Grenzen - vor allem zu Österreich - Transitzonen einrichten.Foto: Bernd Wüstneck

Keiner sagt es - aber ob es nicht doch einer denkt? Das Wort vom Koalitionsbruch. Die Transitzonen sind so gefährlich für den Zusammenhalt von CDU, CSU und SPD wie nichts sonst. Die Union will sie, muss sie wollen, weil es das ist, was sie eint. Die SPD will die Zonen nicht, weil es das ist, was sie von der Union unterscheidet. Sie darf sie jetzt auch nicht mehr wollen, so stark, wie sie ihre Ablehnung gemacht hat. An diesem Thema könnten sich deshalb nicht nur die Geister scheiden. Groß genug ist es. Aber ist auch die Mehrheit für einen Schwenk groß genug?

Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff
Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas CasdorffFoto: Mike Wolff, TSP

Die SPD bräuchte die Grünen und die Linken, und zwar alle. Ein Hofreiter und ein Bartsch genügen nicht. Aber die SPD bräuchte noch mehr: alle Genossen. Was bedeutet, dass ein einziger Schwenk alle in die Zerreißprobe führte. Und das ist es, was sich die Strategen auch denken werden.



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