Forsa-Umfrage : SPD leicht im Aufwind, Piraten büßen an Attraktivität ein

Die SPD kann laut einer aktuellen Forsa-Umfrage in der Wählergunst wieder leicht zulegen. Dagegen verzeichneten die Piraten den schlechtesten Wert seit Ende März. Sie büßten in der Umfrage zwei Punkte ein auf sieben Prozent.

Dem am Mittwoch veröffentlichten „stern-RTL-Wahltrend“ zufolge verbesserten sich die Sozialdemokraten um einen Punkt auf 27 Prozent. Die CDU/CSU blieb unverändert bei 36 Prozent, die Grünen bei 13 Prozent. Die Linke legte um einen Punkt zu auf acht Prozent. Dagegen büßten die Piraten an Attraktivität ein und fielen um zwei Punkte auf sieben Prozent. Die FDP stieg um einen Punkt auf fünf Prozent, die Linke ebenfalls in dieser Größenordnung auf acht Prozent. Dies ist der bislang beste Wert unter dem neuen Führungsduo der Linkspartei aus Katja Kipping und Bernd Riexinger. Forsa befragte für den Wahltrend vom 13. bis 17. August 2503 repräsentativ ausgesuchte Bürger.

Im direkten Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den möglichen SPD-Kanzlerkandidaten schrumpft der Forsa-Umfrage zufolge der Vorsprung der Amtsinhaberin. Wie der zur RTL-Gruppe gehörende Sender n-tv berichtete, würden sich bei einer Auswahl zwischen Merkel und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier 47 Prozent für die Kanzlerin entscheiden, zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Steinmeier käme weiterhin weit abgeschlagen auf 28 Prozent. Die parteiinterne Kritik an CDU-Chefin Angela Merkel wirkte sich offenbar nicht besonders negativ auf die Umfragewerte aus. Forsa-Chef Manfred Güllner sieht den Grund darin, dass die Kritik von der großen Masse der Wähler nicht geteilt wird. “Diese Wähler wollen die Union, wie sie ist“, sagte er dem Magazin “Stern.“

Sollte der SPD-Herausforderer Ex-Finanzminister Peer Steinbrück sein, würde Merkel mit 50 zu 28 Prozent vorne liegen, gegen SPD-Chef Sigmar Gabriel mit 59 zu 17 Prozent. Auch in diesen Fällen verringerte sich aber der Vorsprung Merkels jeweils um zwei Prozentpunkte.
(AFP/Reuters)

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