Rechtsextremismus : Schon viele Spenden für Skinheadopfer

Leser zahlten bereits 7025 Euro für Orazio Giamblanco ein. Aktion geht weiter.

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Potsdam/Trebbin – Die Leser des Tagesspiegels lassen den schwerbehinderten Orazio Giamblanco nicht im Stich. Seit Beginn der neuen Spendenaktion im Dezember sind 7025 Euro eingegangen. Die Gelder landeten auf den Konten der Vereine Opferperspektive und Weißer Ring, die mit uns für den bei einem rechtsextremen Angriff beinahe totgeschlagenen Italiener sammeln. Zählt man die 922 Euro hinzu, die seit der letzten Jahresreportage im Tagesspiegel über Giamblanco auf dem Konto der Stadt Trebbin (Kreis Teltow-Fläming) eingingen, ergibt sich eine Summe von knapp 8000 Euro.

Ein Großteil des Geldes wurde schon an den in Bielefeld lebenden Giamblanco überwiesen. Der Italiener, seine Lebensgefährtin Angelica Berdes und ihre Tochter Efthimia freuen sich über die Anteilnahme und bedanken sich herzlich für die Spenden. Giamblanco hatte bei dem Überfall eines Skinheads in Trebbin im September 1996 eine lebensgefährliche Kopfverletzung erlitten. Seitdem wird er von spastischer Lähmung gequält, er kann sich nur im Rollstuhl oder mit Rollator vorwärtsbewegen. Hinzu kommen Sprachstörungen und Depressionen. Angelica Berdes pflegt Giamblanco, unterstützt von Efthimia, ist aber völlig erschöpft.

Der Tagesspiegel, der Verein Opferperspektive, der Weiße Ring und Trebbin setzen ihre Spendenaktion fort. Hier sind die Spendenkonten: Bei der Opferperspektive: Stichwort Orazio, Konto 381 31 00, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 20 500. Für Spendenquittungen bitte Anschrift auf der Überweisung mitteilen. Beim Weißen Ring: Stichwort Orazio Giamblanco, Deutsche Bank Mainz, Konto 34 34 34, BLZ 550 700 40. Quittungen stellt das Vereinsbüro des Vereins aus (Weberstraße 16 in 55 130 Mainz). Stadt Trebbin: Mittelbrandenburgische Sparkasse, Konto 3647 0217 40, BLZ 160 500 00, Stichwort Spende für Herrn Giamblanco). Quittung kann man im Rathaus anfordern, Telefon: 033731 - 8420. Frank Jansen

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