Der Tagesspiegel : Restaurierung des Belvederes wird am 26. Mai vollendet

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Potsdam Die Erfolgsgeschichte auf dem Pfingstberg geht weiter. Im dritten Jahr nach der Wiedereröffnung des Aussichtsschlosses „Belvedere“ genossen 2004 fast 91 000 Gäste den weiten Blick von den beiden markanten Türmen. Damit lag die 1850 im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV. erbaute Anlage in der Besuchergunst hinter Sanssouci, Neuem Palais und Cecilienhof auf dem vierten Platz der Potsdamer Beliebtheitsskala.

„Manchmal macht uns selbst erst der Blick auf alte Fotos das Wunder deutlich“, sagte gestern Ulrich Koltzer, Geschäftsführer des 1988 gegründeten Fördervereins Pfingstberg. „Vor der Wende hätte wohl kaum jemand geglaubt, dass das Belvedere eine der größten Touristenattraktionen Potsdam werden könnte.“ Wegen der Nähe zu West-Berlin war das Schloss nach dem Mauerbau geschlossen und dem Verfall preisgegeben worden. Erst zur Bundesgartenschau 2001 konnte der Westturm des an römische Bauwerke angelehnten Ensembles bestiegen werden.

Längst gilt das Belvedere auf dem Pfingstberg in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten auch als Musterbeispiel für die Rettung alter Denkmale. „Privates Engagement und hohe Spenden haben hier bewundernswerte Dinge geschaffen“, lobte Heinz Berg von der Generalverwaltung der Stiftung. Insgesamt habe die Wiederherstellung der Anlage rund zwölf Millionen Euro gekostet. Rund zwei Drittel davon trugen die Reemtsma-Stiftung und die Stiftung des Versandhausgründers Werner Otto. Sie gaben auch Geld für die abschließende Restaurierung der beiden Flügelmauern. Am 26. Mai wird der Abschluss der Arbeiten gefeiert.

Saisoneröffnung auf dem Belvedere ist am 5. März. Öffnungszeiten im März: sonnabends und sonntags von 10 bis 16 Uhr. Ab Karfreitag ist täglich, im Sommer bis 20 Uhr geöffnet. Ste.

Weitere Informationen unter Telefon 0331/2701972 und im Internet unter www.pfingstberg.de

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