Der Tagesspiegel : Säugling starb bei Auffahrunfall Airbag wurde ausgelöst und traf Babyschale

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Wustermark Bei einem Auffahrunfall auf der Bundesstraße 5 ist am Sonntagnachmittag ein acht Monate alter Säugling getötet worden. Der kleine Junge hatte in einer Babyschale auf dem Beifahrersitz des Wagens gelegen. Die 30 Jahre alte Mutter des Kindes hatte nach Polizeiangaben nicht bemerkt, dass der vor ihr fahrende Wagen abbremste und fuhr diesem ins Heck. Der Unfall etwa 500 Meter hinter der Abfahrt nach Bredow sei nicht bei hoher Geschwindigkeit erfolgt, hieß es. Die 30-Jährige aus Wustermark wurde nur leicht verletzt. Unklar ist, woran der Säugling wenige Stunden nach dem Unfall in einem Krankenhaus starb. Eine Obduktion soll die Todesursache klären. Weitere Personen saßen nicht in dem Auto.

Möglicherweise wurde das Kind von dem durch den Aufprall ausgelösten Beifahrer-Airbag des Wagens erdrückt. Diese Gefahr ist groß für Kleinkinder in Babyschalen, die auf dem Vordersitz montiert sind. Der Airbag löste bei dem Unfall aus, schlug mit großer Wucht gegen die Schale, in der der kleine Junge lag, und presste sie gegen den Sitz.

„Ein aktiver Airbag ist eine tödliche Gefahr für Kinder“, heißt es bei der Landesverkehrswacht. Auch die Polizei rät dringend, solche Babyschalen auf keinen Fall bei aktiviertem Airbag zu benutzen. Und auch auf dem Babysitz in dem Unfallwagen habe sich ein entsprechender Warnhinweis befunden, hieß es bei der Polizei.

In Berlin hat es einen Unfall mit einem getöteten Kleinkind zuletzt vor über zwei Jahren gegeben. Im Juni 2002 war ein acht Monate altes Mädchen aus dem Auto geschleudert worden, nachdem die 32 Jahre alte Mutter eine rote Ampel missachtet hatte und frontal gegen eine Straßenbahn geprallt war. Auch ein zweites, vier Jahre altes Kind wurde damals getötet. Ha

Informationen im Internet

www.landesverkehrswacht.de www.adac.de (Suche unter Airbag)

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