Saisonauftakt : Es ist wieder Spargelzeit

Saisonstart auf den Feldern von Beelitz: Der Spargel wächst, ist günstig und die Jobs sind begehrt.

Claus-Dieter Steyer
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Weiße Pracht. In vielen Regionen Deutschlands schießt der Spargel aus dem Boden. -Foto: dpa

BeelitzDer sonnige Auftakt der diesjährigen Spargelsaison lässt die Bauern rund um Beelitz auf ein neues Rekordjahr hoffen. Denn so viele Stangen gab es zu diesem frühen Zeitpunkt schon lange nicht im größten ostdeutschen Anbaugebiet. „Die Sonne hat es in den letzten Tagen sehr gut gemeint“, sagte der Chef des Beelitzer Spargelvereins, Manfred Schmidt, am Donnerstag auf einem Feld bei Beelitz. „Einige Bauern mussten sogar schon die wärmende Folie entfernen, damit die Pflanzen nicht zu schnell nach oben schießen.“ Denn gerade die Berliner als größter Konsument der Ernte müssten erst wieder auf den Geschmack des kalorienarmen, wohlschmeckenden und den Stoffwechsel anregenden Produktes gebracht werden.

Dank des großen Angebotes liegen die Preise in diesem Jahr niedriger als in den vergangenen Jahren. Sechs bis sieben Euro pro Kilo kostet die beste Qualität in den Hofläden und an den fliegenden Verkaufskiosken. Einige Discounter verlangen zwar teilweise nur die Hälfte für die Beelitzer Stangen, aber dabei handelt es sich meistens nur um Lockangebote in geringen Mengen.

Derzeit wird auf rund 1100 Hektar rund um Beelitz Spargel angebaut. In ganz Brandenburg sind es doppelt so viele. „Kein anderes Gemüse hat in Brandenburg solch einen Aufschwung genommen wie der Spargel“, sagte Agrarminister Dietmar Woidke (SPD). Zu DDR-Zeiten wuchs der Spargel in Beelitz lediglich auf einer 10 bis 15 Hektar großen Fläche.

„In diesem Jahr haben wir keine Probleme mit Arbeitskräften“, stellte der Bauer Josef Jakobs aus Schäpe zufrieden fest. „Es gibt doppelt so viele Bewerber wie Stellen.“ Die zuletzt nach Großbritannien und Spanien abgewanderten Saisonkräfte aus Polen seien wieder nach Brandenburg zurückgekehrt, weil es hier inzwischen wieder mehr zu verdienen gibt. Rund fünf Euro beträgt der Mindeststundenlohn. Ein Spargelstecher schafft pro Tag zwischen 50 und 150 Kilogramm.

Die Saison dauert traditionell bis zum Johannisfest am 24. Juni. Dann heißt es: „Kirschen rot, Spargel tot“.

Alle Kaufadressen unter www.beelitzer-spargelverein.de

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