Der Tagesspiegel : Schlössernacht: Nacht der Nächte im Doppelpack

Claus-Dieter Steyer

Heller, unterhaltsamer und musikalischer: Die diesjährige Potsdamer Schlössernacht am 17. und 18. August soll ihre Vorgänger übertrumpfen - und was das Publikumsinteresse angeht, hat sie das auch schon getan: Bereits jetzt sind mehr als 13 500 Karten verkauft.

Laut Thomas Köstlin, dem Vize-Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, bleibt das Doppel-Programm aber eine Ausnahme: "So einen großen Ansturm von Gästen vertragen die Schlösser und Gärten eigentlich nur einmal im Jahr."

Viele Schlössernacht-Fans kaufen gleich für beide Tage Karten. "Die wollen wahrscheinlich nichts von unserem Programm verpassen", mutmaßte Claus Unzen, künstlerischer Leiter der Schlössernacht. "An einem Abend kann niemand sämtliche Auftritte der rund 200 Künstler auf 13 Spielorten erleben." Dafür sind schon die Entfernungen zwischen dem Park Sanssouci und dem Neuen Garten zu groß. Das diesjährige Programm bietet unter dem Motto "Klangfarben der Epochen" Musik aus fünf Jahrhunderten. Im Mittelpunkt steht zwar die klassische Musik, aber auch Jazz und Blues werden nicht fehlen. Neben viel Gesang gibt es vor den beleuchteten Schlössern und in den Parks Ballett und Geschichten.

Eröffnet wird das Programm am 17. August um 17.30 Uhr mit einem Sinfoniekonzert auf der Bühne am Neuen Palais. Danach treten unter anderem die "Jungen Tenöre" und die 1968 in der DDR gegründete "Modern Soul Band" auf. Einen Tag später präsentieren hier "Judy Niemack and Voices of Berlin from Swing to Sting" ein abwechslungsreiches Programm. Zum Abschluss beider Tagen erhellt ein Feuerwerk zu Kompositionen von Verdi den nächtlichen Himmel. Der benachbarte Buga-Park öffnet am 17. und 18. August bis Mitternacht seine Tore und bietet bei stimmungsvoller Beleuchtung ebenfalls Live-Musik.

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